Ricardo Monreal erklärte, dass die vom Kongress verabschiedete Verfassungsreform nicht für die Wahlen 2027, sondern erst ab der Präsidentschaftswahl 2030 in Kraft treten werde. Die Maßnahme erfordert eine sekundäre Gesetzgebung, die nicht rechtzeitig verabschiedet werden kann.
Der Senat verabschiedete die Reform in den frühen Morgenstunden, um ausländische Einmischung als Grund für die Annullierung von Wahlen aufzunehmen. Der Gesetzentwurf wurde an die einzelstaatlichen Parlamente weitergeleitet und benötigt die Zustimmung von mindestens 17 dieser Gremien, bevor er in Kraft treten kann. Ricardo Monreal, Leiter der Politischen Koordinierungsgruppe in der Abgeordnetenkammer, zog den Gesetzentwurf vorübergehend aus der Diskussion zurück, um weiteren Dialog zu ermöglichen. Er merkte an, dass sekundäre Rechtsvorschriften in einer außerordentlichen Sitzung oder im September verabschiedet werden könnten, ihre rechtliche Wirkung jedoch erst 2030 entfalten würden, da Wahlgesetze drei Monate vor Beginn eines Prozesses nicht mehr geändert werden dürfen. Präsidentin Claudia Sheinbaum unterstützte die Initiative während ihrer Pressekonferenz am 28. Mai und warnte vor möglichen Risiken ausländischer Einmischung bei den Wahlen 2027. Sie verwies auf die Finanzierung von Medien durch Institutionen der Vereinigten Staaten und bezog sich dabei auf den Fall des Gouverneurs Rubén Rocha Moya. Oppositionsabgeordnete äußerten während der Debatte Bedenken hinsichtlich der zweideutigen Formulierung und der potenziellen willkürlichen Anwendung der neuen Bestimmungen.