Arsenal erlitt seine erste Premier-League-Niederlage seit August durch ein spätes Siegtor von Emi Buendia gegen Aston Villa. Der Verlust schmolz ihren Vorsprung auf Manchester City auf zwei Punkte ein, doch eine abklingende Verletzungskrise und leichtere Spiele bieten Mikel Arteta die Chance zur Neuordnung. Mit Champions-League- und Ligaspielen vor der Tür könnte Rotation der Schlüssel sein, um die Titelherausforderung aufrechtzuerhalten.
Das Drama entfaltete sich am Samstag im Villa Park, wo Arsenal auf dem Weg zu einem hart erkämpften Punkt schien, bis Buendia in der Nachspielzeit zuschlug. David Raya, der Torhüter der Gunners, drückte seine Frustration aus, indem er wiederholt auf den Rasen schlug, als der Ball im Netz landete – ein Bild der Teamzerstörung. Damit endete Arsenals beeindruckende 18-Match-Serie ohne Niederlage in allen Wettbewerben, die erste Ligaverluste seit August. Die Niederlage hat das Premier-League-Rennen angeheizt. Arsenal führt nun nur noch mit knappen zwei Punkten vor Manchester City, während Aston Villa nur drei Punkte dahinter liegt und frische Spannung in die Jagd bringt. Der jüngste Terminkalender der Gunners war gnadenlos, mit Duellen gegen Villa, Bayern München, Brentford, Chelsea und Tottenham innerhalb von 14 Tagen. Diese hochkarätigen Begegnungen, einschließlich zweier London-Derbys und eines Kampfes gegen Europas Formteam Bayern, haben die Mannschaft sichtlich ermüdet. Verletzungen verschärften die Probleme, sodass Piero Hincapie der einzige fitte Innenverteidiger gegen Villa war. Doch Erleichterung naht: William Saliba soll bald zurückkehren, sodass Jurrien Timber wieder auf seine Rechtsverteidigerposition kann, statt improvisiert zentral zu spielen. Diese Entwicklung lindert Artetas defensive Kopfschmerzen zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Vorbei schaut Arsenal auf das Champions-League-Spiel gegen Club Brügge am Mittwoch. Gruppenführer mit fünf Punkten Vorsprung auf tabellenneuntes Manchester City bei drei Restspielen ist das Weiterkommen ins Top 8 nahezu sicher. Das gibt Arteta eine seltene Chance zur Rotation und Erholung erschöpfter Spieler, abweichend von seiner üblichen Zurückhaltung bei Änderungen. Die Spieler wirkten in der Schlussphase gegen Villa ausgepumpt, was den Erholungsbedarf vor der hektischen Festzeit unterstreicht. Die Woche endet mit einem Heimspiel gegen Tabellenletzten Wolves am Samstag, wohl das günstigste Los für ein Comeback. Arteta muss diesen Moment nutzen, um zurückzusetzen und sicherzustellen, dass die Villa-Niederlage nur ein Stolperer ist, kein Entgleisung der Titelträume von Arsenal.