Der Sportgerichtshof hat Alexander Bolshunovs Beschwerde über neutralen Status für die Olympischen Winterspiele 2026 abgewiesen, was scharfe Kritik seines Trainers auslöst. Yuri Borodavko warf dem Urteil Voreingenommenheit und Zynismus vor, um den russischen Skifahrer auszuschließen. Der dreifache Olympiasieger legte Einspruch gegen die Ablehnung seines Startrechts durch den Internationalen Skiverband ein.
Am Donnerstag lehnte das Sportgerichtshof (CAS) es ab, eine Beschwerde von Alexander Bolshunov, dreifachem Olympiasieger im Langlauf, zu prüfen. Bolshunov strebte neutralen Athletenstatus an, um an den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo teilzunehmen, nachdem der Internationale Skiverband (FIS) seinen Antrag abgelehnt hatte. Das CAS entschied, dass die Sache außerhalb seiner Zuständigkeit liege. Yuri Borodavko, Cheftrainer des russischen Nationalkaders im Langlauf, reagierte heftig in einem Interview mit Match TV. Er bezeichnete das Urteil als „tief ungerecht“ und als Akt der „reinen und einfachen Zynismus“. Borodavko argumentierte, dass die Behörden entschlossen seien, Russen von den Spielen fernzuhalten, und sagte: „Sie tun alles, um zu verhindern, dass er teilnimmt. Die einfache Ablehnung, seine Beschwerde zu hören, zeigt ihre Voreingenommenheit.“ Auf Vorwürfe, die Beschwerde sei zu spät eingereicht worden, wies Borodavko diese als Vorwand zurück. „Die Spiele haben noch nicht einmal begonnen. Es sind noch mehr als eine Woche. Gerede von Verspätung ist ein trügerisches Alibi“, sagte er. Die Entscheidung sorgt in Russland für Kontroverse und hebt anhaltende Spannungen über die Qualifikation von Athleten inmitten geopolitischer Probleme hervor. Bolshunov, eine dominante Figur in der Sportart mit mehreren Welt- und Olympiatiteln, droht nun der Ausschluss vom Event im Februar 2026. Dieses Ergebnis unterstreicht die Herausforderungen für russische Athleten, die unter neutraler Flagge antreten wollen nach internationalen Sanktionen.