Das Sport-Schiedsgericht (Cas) hat entschieden, dass russische und belarussische Skilangläufer und Snowboarder als Neutrale an den Olympischen Spielen im Februar teilnehmen dürfen. Für Biathlon bleibt die Tür jedoch geschlossen, eine Entscheidung, die von schwedischen Vertretern begrüßt wird. Die Entscheidung stößt in der Sportwelt auf Kritik.
Das Sport-Schiedsgericht (Cas) hat entschieden, dass russische und belarussische Skilangläufer und Snowboarder Widerspruch einlegen und das Recht erringen können, als neutrale Konkurrenten an den Olympischen Spielen im Februar teilzunehmen. Dies öffnet ihnen die Loipe, doch in Biathlon sieht es anders aus. Die Tür bleibt geschlossen, berichten Medien aus Östersund.
Generalsekretärin des Svenska Skidförbundet, Pernilla Bonde, äußert Enttäuschung: „Für uns ist das keine gute Entscheidung.“ Sie verweist auf die laufenden Konflikte rund um die russische Beteiligung an der Ukraine. Ähnlich begrüßt die schwedische Biathletin Anna Magnusson die Schließung für Biathlon: „Das ist extrem wichtig. Ich hoffe, sie halten sich daran.“
Der Sportkolumnist von DN, Johan Esk, kritisiert die Entwicklung scharf in einer Kolumne. Er fragt, ob der Krieg in der Ukraine vorbei sei, und nennt die Sportwelt verrückt, russische Teilnehmer zuzulassen. „Habe ich etwas verpasst? Hat Russland den Krieg in der Ukraine beendet? Nein, die Sportwelt wird nur immer verrückter. Nun öffnen sich auch die Loipen für russische Athleten,“ schreibt er.
Die Cas-Entscheidung resultiert aus Beschwerden der betroffenen Athleten und gilt für Skisportarten außer Biathlon. Sie unterstreicht Spannungen im internationalen Sport, wo der neutrale Status nicht alle Sanktionen im Zusammenhang mit geopolitischen Konflikten aufhebt.