Margie Freed, 28 Jahre alt aus Apple Valley, Minnesota, hat sich einen Platz im US-Olympiateam im Biathlon für die Milan-Cortina-Spiele im nächsten Februar erspielt. Nur drei Jahre nach ihrem ersten Biathlonrennen wechselte Freed vom Langlauf zum anspruchsvollen Sport, der Ausdauer mit Schießkünsten kombiniert. Trotz ihres Neulingstatus hat ihr rascher Fortschritt ihr einen Platz unter der Elite gesichert.
Margie Freed’ Weg zu den Olympischen Spielen begann unerwartet. Aufgewachsen in Apple Valley begann sie in der sechsten Klasse mit Langlauf, nahm aber erst vor zwei Jahren voll auf Biathlon. Ihre Einführung in den Schießanteil der Sportart war besonders herausfordernd; sie hatte zuvor nie eine Schusswaffe in der Hand gehabt. „Ich hatte noch nie eine Waffe abgefeuert“, erinnerte sich Freed. „Ich wusste nichts über Waffen, bevor ich mit Biathlon anfing. Die Faszination, etwas völlig Neues auszuprobieren, in die ganz neue Welt des Biathlons einzutauchen, hat mich gereizt, deshalb habe ich dranbleiben.“ Freed’ erstes Biathlonrennen liegt erst drei Jahre zurück, was sie zu einer relativen Neulingin im Vergleich zu den erfahrenen europäischen Konkurrentinnen macht. „Einige Europäer machen Biathlon schon, seit ich mit Skifahren angefangen habe“, sagte sie. „Sie betreiben Biathlon ewig und sind im Schießen extrem fokussiert. Mein Schießen ist manchmal gut, manchmal nicht, aber an guten Tagen kann ich mit den Topathletinnen mithalten. Ich bin überrascht, dass es so geklappt hat, besonders im letzten Jahr – meinen Fortschritt zu sehen war toll.“ Auf der Eastview High School genoss Freed das Skifahren als Freizeitaktivität, stellte sich aber nie eine Profikarriere vor. Rückblickend auf ihr jüngeres Ich bemerkte sie: „Ich wäre definitiv überrascht gewesen. Ich hätte wahrscheinlich gesagt: ‚Ach, machst du das immer noch?‘ Ich hatte Spaß am Skifahren in der Highschool und danke all meinen Teamkolleginnen dort, dass sie es spaßig und lohnenswert gemacht haben. Denn ohne starke Teamkameraden in der Highschool hätte ich wahrscheinlich gedacht: ‚Das macht mir keinen Spaß, ich höre auf‘, selbst bei Erfolgen. Es geht um die Leute und die Community.“ Mit Nahen der Milan-Cortina-Spiele erwartet Freed den Druck internationaler Wettkämpfe. „Ich werde definitiv nervös vor dem ersten Rennen sein“, gab sie zu. „Ich denke schon an die laute Menge und alle, die jubeln. Ich weiß, dass Fans, Freunde und Familie kommen, um mich anzufeuern. Ich freue mich darauf, sie zu sehen, besonders weil ich weiß, dass sie hinter mir stehen, ob ich gewinne oder verliere, sie freuen sich, mich dort zu sehen. Ich freue mich richtig darauf.“ Ihre Geschichte unterstreicht die unterstützenden Netzwerke, die unerwartete Athleten auf die Weltbühne katapultieren.