Zwei am Sonntag, den 29. März, veröffentlichte Umfragen belegen eine sinkende Zustimmung für Präsident José Antonio Kast weniger als drei Wochen nach seinem Amtsantritt inmitten einer historischen Krise um die Treibstoffpreise. Cadem meldete 51 % Ablehnung gegenüber 43 % Zustimmung, während Criteria 47 % Ablehnung gegenüber 43 % Zustimmung ermittelte.
Die von La Tercera veröffentlichte Umfrage Plaza Pública Cadem verzeichnete einen Anstieg der Ablehnung von Präsident Kast um zwei Prozentpunkte auf 51 % und überstieg damit erstmals die Hälfte der Befragten. Die Zustimmung sank um vier Punkte auf 43 %. Sechzig Prozent der Befragten halten die Treibstoffpreiserhöhung für vermeidbar, und 72 % hätten eine schrittweise Umsetzung bevorzugt.
Die am selben Tag veröffentlichte Criteria-Umfrage zeigte erstmals eine höhere Ablehnung (47 %) als Zustimmung (43 %), wobei die Zustimmung im Vergleich zum 22. März um sieben Punkte sank und die Ablehnung um zehn Punkte stieg. Vierundsechzig Prozent vertrauen den Begründungen der Regierung für die Erhöhung wenig oder gar nicht, und 34 % machen in erster Linie die derzeitige Regierung verantwortlich.
Beide Umfragen unterstreichen die Auswirkungen des Treibstoffpreisanstiegs, wobei Cadem anführt, dass 37 % fiskalische Zwänge nennen, während Criteria 42 % auf internationale Faktoren wie den Krieg im Nahen Osten zurückführt. Die Regierung sieht sich mit Kritik an ihrer Kommunikation konfrontiert: Laut Cadem glauben nur 43 %, dass sie die Gründe für die Krise klar erklärt hat.
Zu den Studentenprotesten gegen die Regierung ergab die Cadem-Umfrage 40 % Unterstützung und 57 % Ablehnung. Criteria maß die Unterstützung für den Rückzug der UN-Kandidatur von Michelle Bachelet, wobei 46 % dafür stimmten.