Kanadas Premierminister Mark Carney hat am Montagabend mitgeteilt, dass die deutsche Werft TKMS bis zu zwölf U-Boote liefern soll. Das Unternehmen setzte sich gegen einen südkoreanischen Konkurrenten durch.
Der Auftrag umfasst U-Boote des Typs 212CD, die gemeinsam von Deutschland und Norwegen entwickelt wurden. Kanada ersetzt damit seine vier Boote der Victoria-Klasse. Der Auftragsumfang für die U-Boote inklusive Service wird auf rund 20 Milliarden Euro geschätzt.
Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete die Entscheidung als starkes Zeichen der transatlantischen und europäischen Zusammenarbeit. Verteidigungsminister Boris Pistorius sprach von einem Pfeiler der Nato-Strategie im hohen Norden und betonte, dass nun die Verträge fertiggestellt und die Boote zügig gebaut werden sollen.
Die Boote werden in Kiel und Wismar gebaut, wo bis zu 1500 neue Arbeitsplätze entstehen sollen. Für TKMS ist dies der größte U-Boot-Auftrag der Unternehmensgeschichte. Der Aktienkurs stieg nach der Bekanntgabe um bis zu 13 Prozent.