Das Bundesverteidigungsministerium unter Boris Pistorius beendet das F126-Projekt für die Bundeswehr. Rheinmetall steht unter Druck, nachdem das Unternehmen kürzlich die Marinesparte NVL übernommen hatte. Die Aktien des Rüstungskonzerns fielen zeitweise um mehr als 18 Prozent.
Das Ministerium will das milliardenschwere Vorhaben stoppen. Grund sind anhaltende Probleme und Verzögerungen beim ursprünglichen Generalunternehmer Damen. Nachdem Damen die Verantwortung entzogen worden war, hatte Rheinmetall ein aktualisiertes Angebot für die NVL vorgelegt.
Die sechs Fregatten hätten rund 18 Milliarden Euro gekostet. Die Lieferung wäre statt 2028 erst 2032 erfolgt. Rheinmetall hatte große Erwartungen an das Projekt geknüpft.
Rheinmetall-Chef Armin Papperger hatte im März ein Umsatzwachstum der Marinesparte von einer auf bis zu fünf Milliarden Euro bis 2030 angekündigt. Die operative Marge sollte bei etwa 15 Prozent liegen. Ohne Ersatzaufträge muss das Unternehmen die Prognose nun anpassen.