Die Wirtschaftswissenschaftlerin Carolina Manucci erklärte in einem Interview mit Canal E, dass wachstumsstarke Sektoren wie die Energiebranche nicht genügend Arbeitsplätze schaffen, während die verarbeitende Industrie und die formelle Beschäftigung mit erheblichen Einbußen zu kämpfen haben.
Manucci erläuterte, dass die Produktion in Vaca Muerta im Jahresvergleich um mehr als 136 % gestiegen ist und die Energieexporte jährlich 6.000 Millionen Dollar übersteigen. Die verarbeitende Industrie verzeichnete jedoch im ersten Quartal 2026 einen Rückgang von 6 %, wobei die Kapazitätsauslastung bei etwa 54 % lag.
Zu den am stärksten betroffenen Sektoren zählen die Textilindustrie mit einem Rückgang von 33,2 % gegenüber dem Vorjahr und einer Anlagenauslastung von 20 % sowie die Automobil- und Maschinenbaubranche, die um 24,6 % bzw. fast 30 % einbrachen. Die Ökonomin meldete einen Verlust von fast 370.000 registrierten Arbeitsplätzen.
Manucci verglich das aktuelle Modell mit den Erfahrungen in Norwegen, Kanada und Australien und empfahl Investitionen in Bildung, Dienstleistungen und öffentliche Arbeiten für ein ausgewogeneres Wachstum, einschließlich Infrastrukturverbesserungen in Neuquén.