Die Polizei von Jammu und Kashmir reichte am 29. Juni eine Anklageschrift ein, in der der JKLF-Chef Yasin Malik und vier weitere Personen wegen des Mordes an der Kashmiri-Pandit-Krankenschwester Sarla Bhat im Jahr 1990 beschuldigt werden.
Die State Investigation Agency legte die 737-seitige Anklageschrift bei einem Sondergericht in Srinagar vor. Sie nennt Malik zusammen mit Khurshid Ahmad Chalkoo, Abdul Hamid Sheikh, Mohammad Yousuf Sofi alias Idrees und Ghulam Mohammad Taploo. Drei der Angeklagten sind verstorben. Die Behörde erklärte, das Dokument belege, dass der Mord an Bhat Teil einer größeren Verschwörung der JKLF war. Malik, der im Tihar-Gefängnis lebenslange Haftstrafen verbüßt, sieht sich mit Anklagen nach dem Ranbir Penal Code, TADA und dem Indian Arms Act konfrontiert. Chalkoo ist weiterhin flüchtig. Die Polizei bezeichnete die Einreichung als einen wegweisenden Schritt bei der Aufarbeitung alter Terrorfälle. Bhats Familie äußerte sich enttäuscht. Ihr Cousin Prediman Krishan Bhat sagte, die Maßnahme komme viel zu spät und stellte deren heutige Relevanz infrage.