Der Generalrechnungshof Chiles hat seine ersten konsolidierten Prüfungsergebnisse 2025 veröffentlicht, die Mängel in der Gefängnissicherheit, Drogenkontrolle und Waffenhaltung aufdecken. Verzögerungen bei Protokollen und Defizite bei Zellensignalblockiersystemen in Gefängnissen wurden festgestellt. Die Prüfungen umfassen Inspektionen von 2023 bis Juli 2025.
Der Generalrechnungshof der Republik hat die konsolidierten Prüfungsergebnisse (CRA) Nr. 1 für 2025 veröffentlicht, die Beobachtungen aus 62 Inspektionen zwischen Januar 2023 und Juli 2025 zusammenfasst, von denen 22 aufgrund sensibler Informationen vorbehalten sind. Das Dokument hebt Unregelmäßigkeiten in prioritären Bereichen wie öffentlicher Sicherheit, Kontrolle von Waffen und Munition sowie Beschlagnahme und Vernichtung von Drogen hervor.
Im Bereich öffentliche Sicherheit wurde festgestellt, dass 70 von 79 geschlossenen Haftanstalten 2024 keine routinemäßigen Durchsuchungen geplant hatten. Zudem erhielten 1.279 Inhaftierte Besuche trotz Verbote, und 1.539 Bürger besuchten Inhaftierte unter ähnlichen Bedingungen. Insgesamt konnten 479 als „private Anwälte“ identifizierte Personen ihren Beruf nicht nachweisen. Nur 10 von 79 Einrichtungen (12,7 %) verfügen über Systeme zur Unterdrückung von Mobilfunksignalen, und die meisten blockieren nur 2G-Signale, während Mobilgeräte auf 4G oder 5G laufen. Selbst mit Blockern verbinden sich Telefone über WiFi, und Phasen ohne Blockade wurden identifiziert.
Bezüglich Beschlagnahme und Vernichtung von Drogen wurde das gesetzliche Limit von 24 Stunden für die Übersendung von Empfangsprotokollen und Bewahrungsketten nicht eingehalten, mit Verzögerungen bis zu 288 Tagen. Es gab Abweichungen im Gewicht bis zu 32 Kilogramm zwischen gemeldeten und registrierten Mengen. Bewahrungsräume wurden ohne Protokolle als Lager genutzt, und die Vernichtung von Drogen verzögerte sich bis zu 189 Tagen und überschritt damit die 15-Tage-Grenze. In neun Einrichtungen wurden abgelaufene kontrollierte Medikamente und Inventurdiskrepanzen gefunden.
Im Waffen- und Munitionskontrolle wurden unregistrierte Waffen, fehlende Dokumentation bei Beschlagnahmungen und fehlende Nachverfolgbarkeit in PDI- und Gendarmería-Systemen festgestellt. Die Marine verfügt über kein IT-System zur Registrierung von Bewaffnung. Als Folge wurden drei Disziplinarverfahren, 35 Eilermittlungen und neun Berichte an das öffentliche Ministerium eingeleitet, sowie einer an den Staatsverteidigungsrat und einer an die Luftfahrtstaatsanwaltschaft.
Andere Bereiche wie Grenzkontrolle und öffentliche Ordnung weisen ähnliche Mängel auf, einschließlich Beamter ohne medizinische Atteste und Polizeifahrzeuge mit defekten Kameras.