Rohstoffbörse knickt unter Gewicht der kaffeepreislichen Kontrollen ein

Die Äthiopische Rohwarenbörse (ECX), gegründet 2008, verzeichnete in den vergangenen drei Jahren einen Umsatzrückgang um 22 Prozent, wobei die Kundenbasis auf nur 510 aktive Mitglieder schrumpfte. 2023 wurden nur 64 Prozent des geplanten Handelsvolumens erreicht, und es flossen weniger als 22 Prozent der erwarteten knapp zwei Milliarden Birr aus den letzten zwei Fiskaljahren ein.

Die Äthiopische Rohwarenbörse (ECX), 2008 als Vorzeigeprojekt zur Modernisierung der nationalen Agrarmärkte gegründet, durchlebt ihre härteste Phase bisher. Früher dominant im Handel mit Agrarprodukten, kämpft die Plattform nun mit erheblichen Rückschlägen durch staatlich auferlegte Kaffee-Preiskontrollen. In den letzten drei Jahren sanken die Einnahmen der ECX um 22 Prozent, während die aktive Mitgliederzahl auf 510 eindundte. 2023 erreichte sie nur 64 Prozent des angestrebten Handelsvolumens. Zudem kamen über die vorherigen zwei Fiskaljahre nur 22 Prozent der erwarteten rund zwei Milliarden Birr an Gebühren zusammen. Diese Zahlen verdeutlichen die zunehmenden Belastungen für die ECX, die geschaffen wurde, um Transparenz und Effizienz in den Rohstoffhandel Äthiopiens zu bringen. Da Kaffee als Schlüssel-Exportpreisbeschränkungen unterliegt, wirkt die stabilisierende Rolle der Börse zunehmend angespannt und weckt Bedenken hinsichtlich der umfassenderen Transformationsbemühungen im Agrarsektor.

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