Kongressausschuss fordert Maßnahmen für ägyptische Familie in Guarulhos

Der Menschenrechtsausschuss der brasilianischen Abgeordnetenkammer hat ein offizielles Ersuchen an das Außen- und das Justizministerium gerichtet, um dringende Maßnahmen für eine ägyptische Familie einzuleiten, die seit dem 8. April am internationalen Flughafen Guarulhos festgehalten wird. Die im achten Monat schwangere Ehefrau wurde am Freitag, dem 24. April, nach starken Unterleibsschmerzen mit einer Harnwegsinfektion diagnostiziert. In dem Dokument wird ihr Aufenthalt in einem Hotel im Sicherheitsbereich als Menschenrechtsverletzung bezeichnet.

Die Ausschussvorsitzende, Abgeordnete Alice Portugal (PCdoB-BA), unterzeichnete das am Montag, dem 27. April, übermittelte Schreiben. Die Familie – der 31-jährige ägyptische Bauingenieur Abdallah Montaser, seine 27-jährige Ehefrau sowie die beiden Kinder im Alter von 2 und 5 Jahren – lebt weiterhin unter prekären Bedingungen am Flughafen.

Die schwangere Frau wurde am Freitag nach intensiven Schmerzen in ein Krankenhaus in Guarulhos gebracht, wo eine Harnwegsinfektion festgestellt wurde, bevor sie wieder zurückkehrte. Der Ausschuss priorisiert eine kontinuierliche medizinische Versorgung der werdenden Mutter, eine klinische Untersuchung des Fötus sowie menschenwürdige Lebensbedingungen und eine humanitäre Behandlung.

Montaser, der in Ägypten wegen seiner Teilnahme an politischen Protesten im Jahr 2015 und seines Aufenthalts in Bahrain zu drei Jahren Zwangsarbeit verurteilt wurde, reiste aus Saudi-Arabien nach Brasilien ein. Der Anwalt William Fernandes erklärt, die Familie sei gemäß der Portaria 770/2019 des Justizministeriums ohne Angabe spezifischer Gründe als gefährlich eingestuft worden, und weist jegliche kriminelle Verbindungen zurück.

Sie fürchten die Abschiebung nach Ägypten, wo Montaser die Verhaftung droht. Der Ausschuss fordert koordinierte Maßnahmen der Ministerien, um den Fall auf humane Weise zu lösen.

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