Die CSU schlägt vor, das begleitete Fahren für den Autoführerschein der Klasse B ab 16 Jahren in der EU zu ermöglichen. Derzeit ist dies seit 2011 ab 17 Jahren möglich. Der Vorschlag zielt auf mehr Fahrpraxis und Sicherheit für Jugendliche ab, besonders im ländlichen Raum.
Bei ihrer Klausur im Kloster Seeon in Oberbayern hat die CSU einen Beschlussentwurf verabschiedet, der das begleitete Fahren ab 16 Jahren für die Fahrerlaubnis Klasse B fordert. „Wir setzen uns dafür ein, dass die EU-Mitgliedstaaten das begleitete Fahren ab 16 Jahren für die Fahrerlaubnisklasse B ermöglichen“, heißt es im Entwurf. Dies berichten die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Deutsche Presse-Agentur.
Seit 2011 können Jugendliche in Deutschland ab 17 Jahren unter Begleitung erfahrener Fahrer den Führerschein erwerben und Auto fahren. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann betonte den Erfolg dieses Modells: „Wir haben in Deutschland den Führerschein mit 17 eingeführt, und unser Modell des begleiteten Fahrens hat sich als großer Erfolg erwiesen. Jetzt wollen wir einen Schritt weiter gehen und das begleitete Fahren schon ab 16 Jahren möglich machen.“ Er sah den Führerschein als „Ticket ins Erwachsenenleben“, das besonders in ländlichen Regionen Freiheit und Teilhabe bedeute.
Der Entwurf sieht zudem vor, in Ausnahmefällen alleiniges Fahren ab 17 Jahren zu erlauben, wenn mindestens ein Jahr begleitete Praxis vorliegt. Die Begründung: Mehr Fahrpraxis erhöht die Sicherheit. Der Vorschlag ist Teil eines breiteren Papiers, das auch bundesweite Sprachtests für Kita-Kinder und einen Boykott kultureller Events wie dem ESC fordert, falls jüdische oder israelische Künstler ausgeschlossen werden.