Kubaner priorisieren Menschenrechte in Umfrage zum US-Dialog

Eine Umfrage von El Toque zeigt, dass die meisten Kubaner die Freilassung politischer Gefangener und den Respekt vor Menschenrechten an die Spitze jedes potenziellen Dialogs mit den USA stellen wollen. Durchgeführt inmitten geopolitischer Spannungen, erfasste die Umfrage 12.800 Stimmen in 24 Stunden auf verschiedenen digitalen Plattformen. Die wirtschaftliche und Energiekrise sticht auch als große Sorge hervor, insbesondere unter Nutzern in Kuba.

Mitten in Spannungen durch die Extraktion von Nicolás Maduro aus Venezuela durch das US-Militär ist Kuba aufgrund seiner Verbindungen zu diesem lateinamerikanischen Land und möglicher US-Aktionen gegen das Regime in Havanna wieder in die öffentliche Debatte gerückt. Am 11. Januar 2026 an Bord von Air Force One erklärte Präsident Trump: „Wir sprechen mit Kuba, und Sie werden es sehr bald erfahren.“ Am nächsten Tag wies der kubanische Führer Miguel Díaz-Canel auf seinen Social-Media-Kanälen Gespräche zurück, außer technische Kontakte zur Migration. Mit begrenzten zivilgesellschaftlichen Räumen zur Meinungsäußerung führte El Toque am 12. Januar 2026 eine Umfrage durch und fragte: „Wenn es einen echten und anhaltenden Dialog zwischen Kuba und den USA gäbe, welches Thema sollte an erster Stelle auf der Agenda stehen?“ Sie erhielt 12.800 Stimmen in 24 Stunden: 4.766 auf WhatsApp, 1.512 auf YouTube, 83 auf X, 508 auf Telegram und 5.931 auf Facebook. Die Option „Freiheit für politische Gefangene und Menschenrechte“ führte auf den meisten Plattformen. Sie erhielt 81 % auf YouTube, 67,5 % auf X und 50 % auf Facebook (2.945 Stimmen). Dies unterstreicht die breite Ansicht, dass ohne Fortschritte bei grundlegenden Freiheiten jeder Dialog an Legitimität fehlen würde. Auf Facebook tauchte eine zusätzliche Option auf: „Freie Wahlen“, mit 1.337 Stimmen (23 %). Die wirtschaftliche und Energiekrise landete insgesamt auf Platz zwei, führte aber auf WhatsApp (2.535 Stimmen) und Telegram (56 %), wo 96 % der WhatsApp-Nutzer in Kuba leben. Anhaltende Stromausfälle, Lebensmittel- und Medikamentenmangel, Inflation und der Zusammenbruch des Energiesystems treiben diese dringenden Bedenken an. Migration und Familienzusammenführung schnitten schlecht ab: 1 % auf YouTube, 3,6 % auf X und 20 % auf Telegram. Die Überprüfung oder Aufhebung von US-Sanktionen schnitt noch schlechter: 6 % auf YouTube, 2,4 % auf X und etwa 2 % auf Facebook. In Kommentaren forderten Nutzer Themen wie die Entfernung von Diktatoren, Übergang zur Demokratie, Rückkehr von Emigranten und Aktivismus ohne Repression. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Kubaner wollen, dass jeder Dialog mit den Menschen, Rechten und Freiheiten beginnt, während die schwere wirtschaftliche Krise der Insel angegangen wird.

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