Kulturschaffende aus Schonen organisierten den Kulturzug in Malmö, um gegen Kürzungen im Kulturbudget zu protestieren. Die Veranstaltung führte vom Lördagsplan zum Stortorget und rückte Kultur als zentrales Wahlkampfthema vor der Abstimmung am 13. September in den Fokus. Die Organisatoren fordern eine Erhöhung des staatlichen Kulturbudgets von 0,62 Prozent auf ein Prozent.
Am Samstag versammelten sich Musiker, Schauspieler und andere Kulturschaffende an der Stadtbibliothek Malmö am Lördagsplan. Mit Trompetenfanfaren begann der Kulturzug – ein Protestmarsch gegen finanzielle Kürzungen im Kultursektor. Der Zug bewegte sich zum Stortorget, wo Aufführungen und Reden an die Öffentlichkeit gerichtet wurden. Das staatliche Kulturbudget liegt derzeit bei 0,62 Prozent des gesamten Staatshaushalts. Das ist viel zu wenig, der niedrigste Stand seit 25 Jahren, sagte Jenny Månström, eine der Organisatorinnen. Sie betonte, dass viele Kulturschaffende in prekären Verhältnissen leben und dass das Thema Kultur vor der Wahl mehr öffentliche Debatten erfordere. Wir sind hier, um Kultur als Wahlkampfthema vor der Abstimmung am 13. September hervorzuheben. Die 17-jährige Mina Enberg forderte mehr Kultur in Schulen für Jugendliche. Anstatt Kürzungen sind verstärkte Investitionen in Kulturprojekte notwendig. Eva Bonde, Chefredakteurin des Magazins Historiskan, verwies auf steigende Kosten wie Papierpreise und fehlende Zuschüsse für kleine Organisationen. Die Schauspielerin Eva Ekberg trug ein Schild mit der Aufschrift 'Ohne Kultur stirbt die Demokratie' und beklagte das Ausbleiben von Projektförderungen. Während der Pandemie gab es zwar vorübergehende Investitionen, doch laut den Teilnehmern hat sich die Situation danach verschlechtert. Der Kulturzug zielt darauf ab, den Staat und die Gemeinden zu drängen, mehr in das kulturelle Leben zu investieren.