Protest unterbricht Rage-Aufführung im Dramaten

Eine Frau stürmte während der letzten Szene des Stücks „Rage“ im Dramaten in Stockholm die Bühne und unterbrach die Aufführung mit einem Protest. Sie trug ein Banner und rief etwas über die Passivität der Kultur, laut Zeugen. Die Vorstellung wurde nach einer kurzen Pause ohne Polizeieinsatz fortgesetzt.

Während der Aufführung von „Rage“ im Dramaten in Stockholm wurde die Finalszene unterbrochen, als eine Frau mit einem Banner auf die Bühne stürzte und zu schreien begann. Lena Thörner, Pressesprecherin des Dramaten, sagt, die Frau habe gerufen, etwas wie „Kultur ist zahnlos, wenn wir nicht handeln“. Dagens ETC berichtet, es handle sich um eine Klimaktivistin hinter der Aktion.  Clara Söderberg, die das Stück zum zweiten Mal mit ihrer Mutter sah, beschreibt den Schock: „Sowohl meine Mutter als auch ich waren so schockiert, dass ich nicht einmal las, was auf ihrem Banner stand, und wir verstanden nicht, wogegen sie schrie. Es ging so schnell, dass wir es nicht aufnehmen konnten.“ Viele im Publikum dachten zunächst, der Protest sei Teil der Vorstellung, da „Rage“ nach Dramaten eine futuristische Darstellung basierend auf nationalistischen und faschistischen Trends in Europa und den USA ist.  Ein Theatermitarbeiter ging auf die Bühne und bat die Schauspieler, sich vorübergehend zurückzuziehen. Die Frau wurde dann weggeführt und verließ freiwillig das Gelände nach einem Gespräch mit dem Personal. Weder Polizei noch Sicherheitskräfte wurden gerufen. Die Vorstellung wurde nach einer kurzen Pause fortgesetzt.  Das Stück „Rage“ beleuchtet aktuelle politische Strömungen, und der Vorfall unterstrich die Verwirrung des Publikums zwischen Fiktion und Realität.

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