Ein Anti-Abtreibungs-Banner wurde in Straßburg aufgehängt, was starke Reaktionen der Abgeordneten Annika Strandhäll (S) auslöst. Sie sieht es als Angriff auf die Rechte der Frauen und verknüpft es mit der Politik der Schwedendemokraten in Europa. Die Partei bestreitet jede Beteiligung an der Initiative.
Mitten in laufenden Debatten über Abtreibungsrechte in der EU wurde in Straßburg ein Banner mit dem Text »It’s a life, not a choice« – auf Schwedisch »Det är ett liv, inte ett val« – aufgehängt. Das Banner, offenbar von der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformisten (ECR), ist gegenüber einem früheren Pro-Choice-Banner der linken Fraktion The Left positioniert, das im Dezember mit der Botschaft »My voice, my choice« gezeigt wurde.«nnDie Abgeordnete Annika Strandhäll (S) hat das neue Banner scharf kritisiert und es als »frontalen Angriff auf die Freiheit der Frauen« und »etwas ganz Extremes« bezeichnet. Sie richtet ihre Kritik an die Schwedendemokraten, die Teil der ECR sind und eine prominente Position durch den Abgeordneten Charlie Weimers innehaben. »Das ist die Art von Politik, die die Schwedendemokraten in Europa betreiben«, sagt Strandhäll. Sie weist darauf hin, dass Schweden den grundgesetzlichen Schutz der Abtreibungsrechte im Parlament vorantreibt, was die Initiative besonders ernst macht.nnDie Schwedendemokraten weisen den Zusammenhang zurück. Die Pressesprecherin Linn Hägg erklärt, dass das Banner von einem einzelnen EU-Abgeordneten initiiert wurde und nicht vom Parteivorstand oder der ECR-Fraktion unterstützt wird. »Die Haltung der Schwedendemokraten zur Abtreibung ist wohlbekannt: Wir unterstützen die schwedische Abtreibungsgesetzgebung«, betont sie. Obwohl ECR auf dem Banner steht, unterstreicht Hägg, dass die Aktion nicht intern abgestimmt war.