Gregorio de Leo erhielt während der Finalrunde der Turkish Airlines Open der DP World Tour einen Strafschlag, weil er für seinen Abschlag 111 Sekunden benötigte. Der Regelverstoß ereignete sich am 11. Loch des National Golf Club und verwandelte sein Par in ein Bogey, während er nur einen Schlag hinter dem Führenden lag. Mikael Lindberg gewann das Turnier und sicherte sich damit seinen ersten Titel auf der DP World Tour.
In der Finalrunde der Turkish Airlines Open kämpfte der 26-jährige italienische Profi Gregorio de Leo im National Golf Club um den Sieg. Am 11. Abschlag – einem 168 Meter langen Par 3 – lag er nur einen Schlag hinter dem Führenden zurück. Laut einer Mitteilung der DP World Tour, über die Ben Parsons von Today’s Golfer berichtete, stand seine Gruppe jedoch aufgrund von Verzögerungen bereits seit dem neunten Abschlag unter Beobachtung. De Leo benötigte 111 Sekunden für seinen Abschlag und überschritt damit das Zeitlimit von 50 Sekunden um mehr als 30 Sekunden, was gemäß der Pace-of-Play-Richtlinie der Tour die Strafe nach sich zog. Ein Offizieller informierte ihn, nachdem er den Ball kurz vor das Grün geschlagen, auf zwei Fuß an das Loch gechippt und eingelocht hatte, woraufhin sein Par in ein Bogey umgewandelt wurde. De Leo spielte auf den verbleibenden Löchern einen Schlag über Par und beendete das Turnier mit vier Schlägen Rückstand auf den Sieger. Zwei weitere Spieler waren bereits zuvor wegen langsamen Spiels aufgefallen, entgingen jedoch einer Strafe: Adrian Otaegui in der ersten Runde und Stefano Mazzoli in der zweiten. Langes Spiel bleibt ein zentrales Thema im professionellen Golfsport, was zuletzt durch eine ähnliche Strafe gegen Jin Hee Im bei der JM Eagle L.A. Championship der LPGA unterstrichen wurde. Mikael Lindberg sicherte sich den Sieg, seinen ersten auf der DP World Tour. „Das ist ein wahr gewordener Traum“, sagte Lindberg auf der Website der Tour. „Ich habe so viele Jahre davon geträumt. Auf diesem letzten Loch fühlte ich mich fast schwindelig und mir war beinahe übel.“