Das britische Ministerium für Umwelt, Ernährung und ländliche Angelegenheiten (Defra) hat eine Konsultation zu einem möglichen neuen Abkommen über gesundheitspolizeiliche und pflanzenschutzrechtliche Maßnahmen (SPS) mit der EU gestartet, wobei der Schwerpunkt auf dem Transport von Pferden und damit verbundenen Produkten liegt. British Equestrian (BEF) fordert die Branchenvertreter auf, ihre Ansichten bis zum 23. April einzureichen, um auf eine Rückkehr zu den Bedingungen vor dem Brexit zu drängen. CEO Jim Eyre betonte die anhaltenden Herausforderungen nach dem Brexit, wie etwa Kosten, Verzögerungen und Tierschutzbedenken.
Die Initiative von Defra deckt den Handel, die Produktion und die Bewegung von Tieren, Pflanzen und deren Produkten zwischen Großbritannien und der EU ab. Die Konsultation dient der Vorbereitung von Verhandlungen; Beiträge können bis zum 23. April eingereicht werden. British Equestrian ermutigt zu einer breiten Beteiligung, um die wirtschaftlichen und tierschutzrelevanten Interessen der Branche wirksam zu vertreten. Ein Online-Formular sowie Leitfäden und Antwortvorschläge der BEF stehen zur Verfügung; Unterstützung wird per E-Mail unter jan.rogers@bef.co.uk angeboten. CEO Jim Eyre erklärte: „Unsere größte Hoffnung ist, dass wir zu den Bedingungen vor dem Brexit zurückkehren können.“ Er bezeichnete die derzeitigen Regelungen als untragbar und verwies auf die massiven Kosten, Zeitverzögerungen und Handelsbarrieren seit dem Brexit, insbesondere beim Transport von Pferden auf den Kontinent und beim Import von Keimprodukten wie Samen. Eyre fügte hinzu: „Für diejenigen, die Pferde durch Grenzkontrollstellen transportieren, sind die negativen Auswirkungen auf das Tierwohl inakzeptabel.“ Er betonte die sich bietende Gelegenheit: „Dies ist unsere Chance, etwas zu bewegen... Zwei Stunden Arbeit sind ein kleiner Preis, wenn wir ein überarbeitetes SPS-Abkommen mit der EU erreichen können, das den freien Verkehr wie vor dem Brexit ermöglicht.“ Die BEF betrachtet die Teilnahme als entscheidend, um den Forderungen der Branche in den Gesprächen mehr Gewicht zu verleihen.