Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez kündigte am 30. Januar 2026 ein allgemeines Amnestiegesetz für politische Häftlinge an, das auf frühere Freilassungen nach der Gefangennahme von Nicolás Maduro aufbaut. Angesichts langsamer Fortschritte und Wachposten von Familien von Inhaftierten wie den Argentiniern Nahuel Gallo und Germán Giuliani signalisiert der Schritt demokratische Maßnahmen, während die diplomatische Normalisierung mit den USA im Gange ist.
Am 30. Januar 2026 – fast einen Monat nach den anfänglichen Freilassungen, die von Jorge Rodríguez angekündigt wurden (siehe frühere Berichterstattung) – verkündete die Interimspräsidentin Delcy Rodríguez ein allgemeines Amnestiegesetz zur Eröffnung des Gerichtsjahres des Obersten Gerichtshofs. Das Gesetz zielt auf Strafverfahren aus politischen Gründen seit 1999 ab, schließt schwere Verbrechen wie Mord oder Drogenhandel aus, um eine 'nationale Koexistenz' ohne Rache zu fördern. Aufbauend auf der Nachverfolgung von Foro Penal mit rund 863 politischen Häftlingen Ende 2025 und bestätigten Exkarzerationen (300-831 seit Maduros Gefangennahme durch die USA) halten Familien Wachen vor Einrichtungen wie Rodeo I und Yare II. Angehörige der argentinischen Inhaftierten Nahuel Gallo (festgehalten seit Dezember 2024) und Germán Giuliani (Mai 2025) äußern vorsichtigen Optimismus angesichts Berichten über langsame Freilassungen, Einschränkungen bei Lieferungen, Lebensmittelknappheit und schlechte Bedingungen, die über 60 Ausländer betreffen. Die Oppositionsführerin María Corina Machado lobte die Amnestie als 'unumkehrbaren Weg zur Demokratie', teilweise der US-Druck geschuldet, und wies auf das Erbe von 27 Jahren Repression hin. Rodríguez befahl auch die Schließung des Haftzentrums El Helicoide zur Umnutzung als Kulturort. Das Weiße Haus bestätigte die Freilassung aller US-Bürger, und die US-Diplomatin Laura Dogu traf am 31. Januar in Caracas ein, um die Mission wieder zu eröffnen und bilaterale Beziehungen voranzutreiben.