Kubanische Aktivistinnen reichen Petition für Amnestiegesetz ein

Eine Gruppe kubanischer Frauenaktivistinnen hat am Mittwoch offiziell eine Bürgerpetition an die Nationalversammlung in Havanna eingereicht, um ein Amnestiegesetz zu fördern, das fast 1.200 politische Gefangene freilässt. Unterstützt von 1.535 verifizierten Unterschriften, beruft sich die Initiative auf das Gesetz 131 von 2019 und thematisiert die humanitäre Krise des Landes. Die Kampagne «Für eine Amnestie jetzt!» sammelt weiter Unterstützung, um die erforderlichen 10.000 Unterschriften zu erreichen.

Am 5. Februar 2024 haben Yenisey Mercedes Taboada Ortiz – Mutter des politischen Gefangenen Duannis León Taboada – zusammen mit Jenny Pantoja und Miryorly García Prieto die Dokumente offiziell an die Nationalversammlung übergeben. Dazu gehören ein technisch-juristisches Gutachten und ein Petitionsschreiben mit 1.535 verifizierten Unterschriften aus insgesamt 2.514 bis zum 2. Februar gesammelten, wobei nur einige vollständige Daten lieferten. Die Kampagne weist darauf hin, dass Gesetz 131 von 2019 Bürgern erlaubt, Gesetze mit mindestens 10.000 verifizierten Unterschriften inklusive Identifikationsnummern zu beantragen. Etwa 59 % der Unterzeichner geben einen ständigen Wohnsitz in Kuba an, 6 % sind Verwandte politischer Gefangener. Die Initiative erinnert an das Varela-Projekt des Oppositionellen Oswaldo Payá aus dem Jahr 1998 gemäß Artikel 88 der damaligen Verfassung. «Die Freiheit unserer politischen Gefangenen inmitten der humanitären Krise, die das Land durchlebt, ist eine dringende Angelegenheit, die heute die Verantwortung, das Gerechtigkeitsgefühl und den Humanismus eines jeden Kubaners anspricht», heißt es in der Erklärung der Organisation. Die Petition fällt mit dem nahenden fünften Jahrestag der friedlichen Proteste vom 11. und 12. Juli 2021 zusammen, die zu Massenverhaftungen und dem Tod eines Demonstranten durch Polizeischüsse ohne Gerechtigkeit führten. Seitdem haben sich Verhaftungen und Verurteilungen für die Ausübung von Rechten wie Meinungs- und Vereinigungsfreiheit verschärft. Kubas einziges vorheriges Amnestiegesetz stammt aus dem Jahr 1955, erlassen von Fulgencio Batista für die Angreifer von Moncada, ermöglicht durch öffentliche Unterstützung und Fürsprache der Angehörigen der Gefangenen. Die Kampagne sieht es als widersprüchlich an, dass die aktuelle Regierung, gegründet von Begünstigten jener Amnestie von 1955, nun ähnliche Aufrufe zu Gerechtigkeit und Humanismus ignoriert. Die Unterschriftensammlung bleibt für alle Kubaner, ob im Land oder im Ausland, offen, verifizierte Einreichungen werden schrittweise übergeben.

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