Kubanischer Journalist zu sechs Jahren wegen Blackout-Protest verurteilt

Das Provinzgericht von Villa Clara in Kuba hat den unabhängigen Journalisten José Gabriel Barrenechea zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt, weil er an einer friedlichen Protestaktion gegen Stromausfälle im November 2024 teilgenommen hat. Fünf weitere Teilnehmer erhielten Haftstrafen von drei bis acht Jahren wegen öffentlicher Unruhe. Das Urteil vom 15. Januar 2026 hebt Barrenechea besonders hervor, weil er andere zum Mitmachen der Demonstration ermutigt hat.

Am 7. November 2024 versammelten sich rund 300 Menschen in Encrucijada, Provinz Villa Clara, vor dem Sitz der örtlichen Kommunistischen Partei und der Gemeindeebene der Volksmachtversammlung, um inmitten weit verbreiteter Stromausfälle Strom zu fordern. Das Gerichtsurteil führt die Ausfälle auf die wirtschaftliche Lage, die US-Blockade und Schäden durch Hurrikan Rafael zurück. Der unabhängige Journalist José Gabriel Barrenechea, Mitarbeiter von 14ymedio, erhielt sechs Jahre wegen öffentlicher Unruhe, ebenso wie Yandri Torres Quintana (acht Jahre), Rafael Javier Camacho Herrera (sieben Jahre), Rodel Bárbaro Rodríguez Espinosa und Marcos Daniel Díaz Rodríguez (je fünf Jahre) sowie Yuniesky Lorences Domínguez (drei Jahre). Das Gericht beschrieb detailliert, wie die Angeklagten mit Töpfen und Metallgegenständen Lärm machten, den Verkehr blockierten und die Ruhe der Stadt störten. Barrenechea wurde speziell dafür hervorgehoben, die Menge aufgefordert zu haben, zu bleiben und weiterhin ihre Rechte einzufordern. Das Urteil sieht zusätzliche Strafen vor, darunter den Entzug des Wahlrechts und ein Ausreiseverbot. Barrenechea hat bereits ein Jahr und zwei Monate in Untersuchungshaft unter harten Bedingungen verbracht, einschließlich Isolation, die seine Gesundheit beeinträchtigte. Er erlebte den Tod seiner Mutter an Krebs im Mai 2025 ohne Abschied mit. Das kubanische Menschenrechtsobservatorium bezeichnete den Fall als „politisch von Anfang bis Ende“, während die Amnesty-International-Forscherin Johanna Cilano sagte: „Protest ist ein Recht. Niemand sollte eingesperrt werden, nur weil er seine Menschenrechte ausübt.“ Prisoners Defenders meldete Ende 2025 1.197 politische Gefangene in Kuba. Das Urteil ist nicht endgültig und kann vor dem Obersten Gericht angefochten werden, wobei die Angehörigen keine nächsten Schritte skizziert haben.

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