Dominique de Villepin, ein potenzieller Kandidat für die Präsidentschaftswahl 2027, hat am Montag zwei Statuetten an das Außenministerium zurückgegeben. Sein Umfeld bestreitet den von Robert Bourgi behaupteten Wert von 125.000 Euro. Mit diesem Schritt soll eine durch eine Fernsehrecherche ausgelöste Kontroverse beendet werden.
Dominique de Villepin hat am Montag, dem 4. Mai 2026, zwei Napoleon-Statuetten an das Quai d'Orsay zurückgegeben, die er während seiner Amtszeit als Außenminister von 2002 bis 2004 als Geschenke erhalten hatte, wie sein Umfeld gegenüber AFP mitteilte.
Robert Bourgi, eine Figur der Françafrique, erklärte in der letzten Donnerstag ausgestrahlten France-2-Sendung 'Complément d'Enquête', dass er als Vermittler für diese Geschenke fungiert habe, die von Blaise Compaoré, dem damaligen Präsidenten von Burkina Faso, und dem italienischen Geschäftsmann Gian Angelo Perrucci finanziert wurden. Er gab Kaufpreise von 75.000 Euro und 50.000 Euro an, was einer Gesamtsumme von 125.000 Euro entspricht.
Villepins Umfeld bestreitet diese Zahlen und bezeichnet sie als 'vier- bis fünfmal zu hoch'. 'Das Gutachten eines der führenden französischen Spezialisten, der bei Gerichten akkreditiert ist, schätzte den Marktwert auf 18.000 bis 20.000 Euro für die eine und 10.000 bis 12.000 Euro für die andere', so die Quelle. Villepin ging davon aus, dass es sich um Geschenke von Bourgi handelte, und war sich ihrer wahren Herkunft nicht bewusst.
Sein Team bezeichnet die Anschuldigungen als 'Manöver', um 'politische Rechnungen zu begleichen und eine Nebelkerze zu zünden', während Nicolas Sarkozy sich vor Gericht verantworten muss. Bourgi, ein loyaler Unterstützer Sarkozys, bestreitet jegliche Verwicklung des ehemaligen Präsidenten in die Enthüllungen.