Catherine Pégard, ehemalige Präsidentin des Schlosses Versailles und Kulturberaterin des Élysée, wurde am Donnerstag, den 26. Februar 2026, zur Kulturministerin ernannt und löst Rachida Dati ab, die die Regierung für ihren Wahlkampf um das Pariser Rathaus verlässt. Diese Umbildung umfasst mehrere weitere Ernennungen und markiert eine technische Anpassung in der Regierung von Sébastien Lecornu. Mit einem Jahr bis zur Präsidentschaftswahl finden diese Änderungen in einem Kontext relativer Stabilität statt.
Am 26. Februar 2026 gab das Élysée die Ernennung von Catherine Pégard, 71 Jahre alt, zur Kulturministerin bekannt, die Rachida Dati ersetzt. Letztere, im Amt seit dem 11. Januar 2024, trat am 25. Februar zurück, um sich auf die Kommunalwahlen in Paris am 15. und 22. März zu konzentrieren, bei denen sie für das Amt der Bürgermeisterin kandidiert. Pégard, ehemalige Journalistin, die von 2007 bis 2011 im Kabinett von Nicolas Sarkozy arbeitete, leitete das Schloss Versailles zwölfinhalb Jahre lang, bevor sie Kulturberaterin von Emmanuel Macron wurde. nnDiese Umbildung, die vom Premierminister Sébastien Lecornu als „technische Anpassung“ bezeichnet wird, trägt die Handschrift des Élysée. Zu den weiteren Ernennungen gehört Sabrina Roubache, 49 Jahre alt, die als Staatssekretärin für Berufsbildung, Ausbildung und berufliche Bildung zurückkehrt. Sie war zuvor von Juli 2023 bis September 2024 Staatssekretärin für Staatsbürgerschaft und städtische Angelegenheiten und verlor ihren Sitz bei den vorgezogenen Parlamentswahlen in ihrem Wahlkreis Marseille, wo sie sich in der Stichwahl gegen das Rassemblement National zurückzog. nnMaud Bregeon wird zur Staatssekretärin für Energie ernannt, behält aber ihre Rolle als Regierungssprecherin seit September 2024. Die Abgeordnete Camille Galliard-Minier übernimmt das Amt der Staatssekretärin für Autonomie und behinderte Personen als Nachfolgerin von Charlotte Parmentier-Lecocq. Schließlich wird der Abgeordnete der Républicains Jean-Didier Berger zum an den Innenminister Laurent Nunez angegliederten Minister. nnAmélie de Montchalin wurde zur Präsidentin der Cour des comptes ernannt und durch David Amiel an der Haushaltskontrolle ersetzt. Die Regierung zählt nun 36 Mitglieder, vorerst ohne Staatssekretärin für den öffentlichen Dienst. Pégard übernimmt sensible Akten wie die Louvre-Verwaltung nach dem Diebstahl der Kronjuwelen im vergangenen Oktober, Budgetkürzungen in Museen und die Reform des öffentlichen Audiovisuellen. Rachida Dati, die den Plan „Kultur und Ländlichkeit“ mit zahlreichen Reisen in kleine Städte priorisierte, hinterlässt laut Quellen eine Bilanz mit Ankündigungen, aber wenigen konkreten Erfolgen.