Zweifelnd an den Kandidaturen von Édouard Philippe und Gabriel Attal, erwägen Verbündete von Emmanuel Macron Jean Castex und Sébastien Lecornu als Alternativoptionen für die Präsidentschaftswahl 2027, um das Erbe des Präsidenten zu wahren.
Unsicherheit umgibt potenzielle Kandidaturen im präsidentiellen Lager für die Wahl 2027. Einige Verbündete des Staatsoberhaupts, besorgt um die Sicherung seines Erbes, hinterfragen die Ambitionen von Édouard Philippe und Gabriel Attal. Sie richten den Blick auf Figuren wie Jean Castex, ehemaligen Premierminister und aktuellen Leiter der SNCF, oder Sébastien Lecornu, den derzeitigen Premierminister. Am 4. Februar im Hôtel de Matignon traf sich Sébastien Lecornu mit etwa zehn Macron-nahen Abgeordneten, die seit 2017 gewählt wurden. Bei diesem informellen Austausch wurde der 39-jährige Premierminister zu einer möglichen Präsidentschaftskandidatur befragt. Er wich der Frage vorsichtig aus. In der Folgewoche brachten Abgeordnete aus dem rechten Flügel der Partei dasselbe Thema auf. Trotz seiner wiederholten Dementis – „Ich habe nicht das Präsidentenvirus wie [Michel] Barnier oder [François] Bayrou“ – gewinnt die Idee einer Lecornu-Kandidatur an Boden. Die jüngste Verabschiedung des Haushalts ohne Misstrauensvotum stärkt sein Image als präsidentielles Kaliber bei den Unterstützern. Gabriel Attal, Generalsekretär von Renaissance, bemerkte: „Sobald man die Schwelle von Matignon überschreitet, denkt man an die Schwelle des Élysée.“ Diese Diskussionen verdeutlichen die Strategien im präsidentiellen Lager inmitten eines unsicheren politischen Umfelds.