Ebba Andersson fällt und verliert Ski im Damen-Staffelwettbewerb

Schweden holte Silber im Damen-Staffelrennen in Val di Fiemme, nachdem Ebba Andersson doppelt gestürzt war, einmal ihre Ski zerbrach. Was nach dem vierten Gold für die schwedischen Langläuferinnen aussah, wurde zum Albtraum. Andersson gibt sich selbst die Schuld und beschreibt Panik und Herzschmerz nach dem Rennen.

Die schwedischen Langläuferinnen starteten stark in das Staffelrennen in Val di Fiemme. Linn Svahn lieferte eine perfekte erste Etappe ab und übergab in Führung, mehr als sieben Sekunden vor Italien und Norwegen. Doch auf Ebba Anderssons klassischer Etappe nahmen die Ereignisse eine dramatische Wendung.  nnAndersson stürzte zuerst in einer Linkskurve und sah, wie Norwegens Astrid Øyre Slind davonzog. Schlimmer kam es in einer Abfahrt, wo ihr linker Ski im matschigen Schnee stecken blieb. Andersson überschlug sich, das Bindungssystem brach, und Panik brach aus. „Ich hatte ein bisschen Angst in der Abfahrt und Sekunden später mache ich einen Überschlag. Es war eine Krise und Panik“, erzählt sie SVT.  nnSie versuchte zuerst, den Ski selbst zu reparieren, hüpfte dann aber einbeinend die Abfahrt hinunter zu Trainer Lars Ljung, der mit einem Ersatzski kam. Nach dem Wechsel war der Abstand zu Norwegen riesig – Schweden lag auf Platz acht, 1 Minute und 18 Sekunden hinter Slind. Frida Karlsson holte auf ihrer Etappe fast zwölf Sekunden auf Norwegens Karoline Simpson-Larsen auf, aber nicht genug, um anzugreifen.  nnJonna Sundling rettete das Silber auf der Schlussleg. Sie überholte Italiens Federica Cassol und Finlands Jasmi Joensuu und sprintete als Zweite hinter Norwegens Heidi Weng ins Ziel, nur zehn Sekunden vor Finnland. „Es tut dem Herzen weh“, sagt Andersson zu SVT und übernimmt die volle Schuld: „Ich kann niemand anderen Schuld geben. Ich war ein bisschen zu ängstlich, ein bisschen zu müde, um dort und dann ganz klug zu handeln.“  nnAuf der Pressekonferenz rang sie mit ihren Emotionen. „Es ist ein Kampf. Ich muss kämpfen, um hier zu sitzen. Aber es gehört zum Spiel“, sagt sie. Trotz der Trauer fragt sie sich, ob sie ins Team für das 50-Kilometer-Rennen am kommenden Sonntag passt, hofft aber auf die Nominierung. Der Körper ist okay, aber nicht das Herz, schließt sie ab. Das Silber am Samstag beendete die Serie von zehn aufeinanderfolgenden WM-Goldmedaillen der schwedischen Damen.

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