Frida Westman belegte den vierten Platz im Damenskispringen auf der Großschanze bei den Olympischen Spielen in Val di Fiemme. Trotz früherer Verletzungen und schwachem Start auf der Normalschanze lieferte die 25-Jährige starke Sprünge von 129,5 und 127,5 Metern. Es war knapp an einer schwedischen Medaille, nur sechs Punkte vom Bronze entfernt.
Frida Westman aus Örnsköldsvik, die in Trondheim trainiert, kämpft seit Jahren mit Verletzungen, darunter sechs Operationen. Bei der Olympiapremiere auf der Normalschanze landete sie auf Platz 42 und verpasste das Finale. Doch auf der Großschanze in Predazzo, erstmals mit Frauenolympiaspringen auf Großschanze, zeigte sie ein Comeback. nnWestman sprang im ersten Durchgang 129.5 Meter und im zweiten 127.5 Meter und sicherte sich Platz vier. Sie war sechs Punkte vom Bronze entfernt, das an die Slowenin Nika Prevc ging. Gold holte die Norwegerin Anna Odine Strøm, Silber Eirin Maria Kvandal. Westmans Trainer forderte eine niedrigere Starttorposition, um Verletzungsrisiken zu minimieren, was ihr durch geringere Geschwindigkeit etwa 11 Punkte kostete. n„Das ist wie ein Sieg“, sagt Westman der Presse. „Unglaublich. Es ist total fantastisch. Es bedeutet mir alles und auch für die Zukunft.“ Sie beschreibt es als einen der wichtigsten Tage ihres Lebens und hofft, die Leistung inspiriert mehr Jugendliche zum Skispringen. nDas schwedische Skispringen fehlt seit Jahren an Erfolgen. Die letzte schwedische Olympiamedaille stammt aus 1952, als Karl Holmström Bronze gewann. Westmans bisher bestes Ergebnis war Platz drei im Weltcup in Polen 2022. Nun zielt sie auf eine Medaille bei der Heim-WM in Falun nächstes Jahr und Gold bei den nächsten Olympischen Spielen in den französischen Alpen ab. n„Dann wird es eine Medaille“, sagt sie zum WM. „Dann hole ich Gold“, fügt sie zum Olympia 2030 hinzu.