Nachdem sie zwei volle Saisons wegen Schulterverletzungen verpasst hatte, hat Biathletin Linn Gestblom ein bemerkenswertes Comeback hingelegt. Am Mittwoch holte sie als Teil des schwedischen Damen-Staffel-Teams Olympiasilber. Sie beschreibt den Weg als unglaublich zermürbend, die Leistung aber als fast unglaublich.
Linn Gestblom war 635 Tage aufgrund von Schulterproblemen von Biathlon-Wettkämpfen ausgeschieden. Trotzdem kehrte sie zurück und half dem schwedischen Damen-Staffel-Team am Mittwoch bei den Olympischen Spielen 2026 zu Silber. Mit der Medaille um den Hals drückte Gestblom große Freude über die Errungenschaft aus. »Das bedeutet so viel! Als ich vor zwei Jahren die Saison nicht begonnen habe, habe ich mir zum Ziel gesetzt, hierherzukommen. Aber der Weg war unglaublich lang und bei weitem nicht gerade, daher fühlt es sich fast unglaublich an, dass ich das heute mit diesen Mädchen machen darf«, sagte sie zu SVT Sport und nickte Richtung Teamkollegin Anna Magnusson. Magnusson lobte Gestbloms mentale Stärke: »Linn ist mental unglaublich stark. Sie hat eine Psyche jenseits des Normalen, und ich glaube nicht, dass ich das durchgestanden hätte, was Linn durchgemacht hat. Sie verdient das, wirklich!« Der Nationaltrainer Johannes Lukas wurde emotional, als er über ihren Weg sprach. »Das sollte nicht einmal möglich sein! Aber sie hat eine unglaubliche Fähigkeit, daran zu glauben bis zum Schluss, und leistet tolle Arbeit«, sagte er mit Tränen in den Augen. Er gab zu, dass er vor weniger als einem Jahr nicht an ein solches Comeback geglaubt habe, aber Fortschritte in Östersund und Livigno hätten das geändert. Gestblom kehrte nach 682 Tagen am 30. November 2025 in den Weltcup zurück.