Ägypten auf Kurs zum regionalen Automobilproduktionszentrum: General Motors

General Motors hält Ägypten für grundsätzlich geeignet, ein regionales Zentrum für die Automobilfertigung und Exporte in den Nahen Osten und Afrika zu werden. Sharon Nishi, Chairwoman und Geschäftsführerin von General Motors Egypt & Africa, sagte Daily News Egypt, dass das Unternehmen eng mit der ägyptischen Regierung zusammenarbeitet, um unterstützende Politikmaßnahmen zu entwickeln, die auf die Steigerung der Exporte und die Vertiefung der lokalen Fertigung abzielen. Sie betonte, dass die kürzlich angekündigte Strategie der ägyptischen Automobilindustrie ein entscheidender erster Schritt zur Aufbau eines strukturierteren und wettbewerbsfähigeren Sektors sei.

In einem Interview mit Daily News Egypt erklärte Sharon Nishi, dass Ägyptens strategische Lage, qualifizierte Belegschaft und über mehr als vier Jahrzehnte aufgebaute Lieferantenbasis es zu einem starken Kandidaten für ein regionales Automobil-Exportzentrum mache. „Das ist unser Ziel, und wir arbeiten ernsthaft daran“, sagte sie und fügte hinzu, dass die Erreichung dieses Ziels klare Richtlinien, gezielte Anreize und enge Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor erfordere. Nishi hob hervor, dass General Motors zu den fortschrittlichsten Automobilherstellern in Ägypten in Bezug auf die Tiefe der lokalen Fertigung gehöre und dass das Unternehmen nahe daran sei, einen lokalen Anteil von 50 % zu erreichen. Sie beschrieb den Fortschritt im ersten Jahr der lokalen Produktion des Chevrolet Optra als beispiellos auf dem ägyptischen Markt, was das Unternehmen für das Regierungsprogramm Automotive Industry Development Programme (AIDP) qualifiziere. In Bezug auf Elektrofahrzeuge machen sie derzeit rund 4 % der Gesamtfahrzeugzulassungen in Ägypten aus, wobei Nishi erwartet, dass dieser Anteil kurzfristig auf 5 bis 6 % steige, unterstützt durch ein breiteres Spektrum an Verbraucheroptionen nach dem Launch der Modelle Captiva EV und Spark EV. Sie betonte, dass der Übergang zur Elektromobilität schrittweise erfolgen werde, und wies darauf hin, dass Ägypten landesweit etwa 1.300 Ladesäulen habe und die Elektromodelle von General Motors mit Standard-Steckdosen aufgeladen werden könnten, wobei die Ladekosten mehr als 10 % unter denen für herkömmliche Kraftstoffe lägen. Zur Gesamtmarktperformance beschrieb Nishi 2025 als außergewöhnliches Jahr für den ägyptischen Automobilsektor mit einem Wachstum von fast 56 % und erwartet für 2026 eine Normalisierung auf rund 15 %, was auf einen Übergang zu gesundem und nachhaltigem Wachstum hindeute. Sie bestätigte, dass General Motors 2025 Marktführer in Ägypten war, und sagte: „Wir sind Nummer eins auf diesem Markt. Wir haben bereits zwei Elektromodelle lanciert, und mehr sind definitiv unterwegs.“ Zur zunehmenden Konkurrenz, insbesondere von chinesischen Automobilherstellern, sagte Nishi, dass gesteigerte Konkurrenz letztendlich dem Markt und den Verbrauchern zugutekomme. Sie betonte, dass die Stärke von General Motors in Ägypten über die Fahrzeuge hinausgehe und After-Sales-Services, Ersatzteilverfügbarkeit, Garantiesupport und ein weites Vertriebsnetz durch die Partnerschaft mit Mansour Automotive umfasse.

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