Gespräche zur Umstrukturierung der äthiopischen Eurobond-Schulden aufgrund von Uneinigkeit gescheitert

Das äthiopische Finanzministerium gab am 27. Mai 2026 bekannt, dass die Gespräche mit privaten Anleihegläubigern über die Umstrukturierung eines Eurobonds im Wert von 1 Milliarde US-Dollar ohne Einigung beendet wurden, nachdem der Ad-hoc-Ausschuss einen überarbeiteten Vorschlag abgelehnt hatte.

Die vertraulichen Dialogsitzungen fanden vom 6. bis zum 27. Mai 2026 statt. Sie konzentrierten sich auf die Einhaltung des vom offiziellen Gläubigerausschuss festgelegten Grundsatzes der Gleichbehandlung. Ein früherer Plan vom Januar 2024 hatte ein Instrument zur Wertrückgewinnung vorgesehen, welches jedoch im überarbeiteten Angebot gestrichen wurde, nachdem der Ausschuss es als ungeeignet erachtete.

Der neue Vorschlag sah Anleihen in Höhe von 880 Millionen US-Dollar mit einer Kapitalreduzierung von 12 Prozent vor. Er beinhaltete einen Zinssatz von 4,25 Prozent, eine Laufzeit bis zum 15. Juli 2029 sowie einen Tilgungsplan mit vier Kapitalrückzahlungen ab 2026. Zudem war die Begleichung von überfälligen Zinsen in Höhe von 99,375 Millionen US-Dollar vorgesehen.

Das Finanzministerium äußerte sich enttäuscht über die Ablehnung, bekräftigte jedoch sein Engagement, eine marktorientierte Lösung zu finden, die mit den Regeln des offiziellen Gläubigerausschusses und dem Programm des Internationalen Währungsfonds im Einklang steht.

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