Das Äthiopische Meteorologische Institut hat erklärt, dass die Stärkung von Wassermanagementsystemen für Landwirtschaft und Bewässerung notwendig ist. Der Aufruf erfolgt infolge von Prognosen über mögliche El-Niño-Effekte, die in Teilen des Landes zu einem vorzeitigen Ende der Sommerregenfälle führen könnten.
Der stellvertretende Generaldirektor Dr. Asamnew Teshome merkte an, dass im vergangenen Monat Sene in westlichen, nördlichen und nordöstlichen Gebieten bis zu 100 Millimeter Niederschlag verzeichnet wurden. Dies habe maßgeblich zur Bodenvorbereitung und zu Umweltschutzmaßnahmen beigetragen.
Das Institut wies darauf hin, dass steigende Meeresoberflächentemperaturen im östlichen und zentralen Pazifik im nächsten Monat zu einem El-Niño-Ereignis führen könnten. Infolgedessen könnten die Sommerregenfälle in einigen östlichen und nördlichen Gebieten früher als üblich enden.
Prognosen zeigen, dass in Tigray sowie in einigen Zonen von Zentral- und West-Amhara normale bis unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen wahrscheinlich sind. Im Gegensatz dazu werden in den Regionen Benishangul-Gumuz, West-Oromia, Südwest-Äthiopien und Gambella normale bis überdurchschnittliche Niederschläge erwartet.
Interessenvertreter und Landwirtschaftsexperten wurden dazu aufgerufen, den Landwirten auf Grundlage der Wettervorhersagedaten die notwendige professionelle Unterstützung zukommen zu lassen. Das Institut betonte die Wichtigkeit der Verwendung geeigneter Nutzpflanzen, früh reifender Sorten und dürreresistenter Saatgutarten.