Ab dem 1. Juli 2026 müssen Verbraucher in der EU für Sendungen unter 150 Euro eine Pauschale von 3 Euro pro Warengruppe zahlen. Die bisherige Ausnahme entfällt, um die Flut an Billigimporten zu regulieren.
Die Europäische Union beendet die zollfreie Einfuhr von Waren im Wert von unter 150 Euro. Pro Warengruppe in einer Sendung werden pauschal 3 Euro fällig. Für drei T-Shirts im Wert von 30 Euro beträgt die Abgabe somit 3 Euro, bei zusätzlichem Spielzeug steigt sie auf 6 Euro.
Verkäufer oder Importeure sind für die Anmeldung und Zahlung verantwortlich, können die Kosten jedoch an Verbraucher weitergeben. Experten wie Karolin Junker de Neui von Etribes und Lars Hofacker vom EHI erwarten Preiserhöhungen auf Plattformen. Mehr als 90 Prozent der 5,9 Milliarden Sendungen 2025 stammten aus China.
Die Pauschale gilt voraussichtlich bis zum 1. Juli 2028. Danach soll eine digitale Plattform die üblichen Zollsätze ermöglichen. Die EU-Kommission betont das Ziel eines fairen Wettbewerbs mit europäischen Unternehmen. Paketdienste warnen vor möglichen Verzögerungen durch erhöhten Kontrollaufwand.