EU wird 1 Mrd. € an Ägypten auszahlen, während Al-Sisi und Kallas strategische Partnerschaft bekräftigen

Die Europäische Union wird 1 Mrd. € als makrofinanzielle Hilfe an Ägypten zahlen, um dessen Wirtschaft und Reformagenda zu stützen, sagte EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas. Sie machte die Äußerungen nach Gesprächen mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah Al-Sisi in Kairo und betonte, dass Ägypten ein strategischer Partner des Blocks mit einer zentralen Rolle für regionale Sicherheit und Stabilität bleibe.

EU-Außen- und Sicherheitspolitikbeauftragte Kaja Kallas machte diese Äußerungen nach Gesprächen mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah Al-Sisi in Kairo. Sie begrüßte die Wiederaufnahme hochrangiger Kontakte nach dem erfolgreichen ersten EU-Ägypten-Gipfel im Oktober. Die Hilfe ist Teil des EU-Makrofinanzhilfeprogramms (MFA) für Ägypten, das im März 2024 im Rahmen eines umfassenden strategischen Partnerschaftsrahmens angekündigt wurde, um wirtschaftliche Stabilität zu fördern und strukturelle Reformen zu beschleunigen. Das gesamte EU-Stützpaket umfasst 7,4 Mrd. € für 2024–2027, darunter 5 Mrd. € MFA und Haushaltsunterstützung, 1,8 Mrd. € Garantien und Mobilisierung von Privatsektorinvestitionen sowie 600 Mio. € Entwicklungszuschüsse. Laut einer Mitteilung der ägyptischen Präsidentschaft begrüßte Präsident Al-Sisi den zunehmenden Dynamik in den Beziehungen zur EU und betonte die Dringlichkeit der Umsetzung der Gipfelergebnisse, insbesondere nach der Aufwertung der bilateralen Beziehungen zu einer umfassenden strategischen Partnerschaft. Die Gespräche umfassten ein breites Spektrum politischer, wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Themen, einschließlich Kooperation beim Kampf gegen Terrorismus, organisierte Kriminalität und irreguläre Migration sowie Bemühungen um Ausbau von Handel, Investitionen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Ägypten und der EU. Zu regionalen Entwicklungen betonten beide Seiten die Notwendigkeit einer vollständigen Umsetzung des Waffenstillstands in Gaza, ungehinderten humanitären Zugangs und lehnten Versuche zur Vertreibung Palästinensischer entschieden ab. Sie riefen ferner zur Beschleunigung der zweiten Truce-Phase und zum Start von Wiederaufbaumaßnahmen auf. Die Gespräche behandelten zudem Entwicklungen in Libyen, Sudan, Syrien, Libanon, Iran und Ukraine, wobei beide Seiten einigten, dass Krisen friedlich unter Einhaltung der Staatssouveränität und territorialen Integrität gelöst werden sollten. Kallas betonte, dass die EU den ersten formellen Ägypten-EU-Sicherheits- und Verteidigungsdialog im März 2026 starten werde, was die wachsende Tiefe der Zusammenarbeit unterstreiche.

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