Nach dem Regionalliga-Spiel zwischen VfB Lübeck und HSV II kam es zu einer Schlägerei unter Fans. Mehrere Personen wurden verletzt, der Vorfall wird als Revanche für einen früheren Angriff vermutet. Der VfB Lübeck verlor das Heimspiel mit 0:2.
Der VfB Lübeck absolvierte am Freitagabend sein erstes Heimspiel nach der Winterpause an der Lohmühle gegen den HSV II. Das Duell endete mit einer 0:2-Niederlage für die Grün-Weißen, die trotz ordentlicher Leistung an Durchschlagskraft mangelten. Trainer Guerino Capretti bezeichnete das Spiel als „komisches Spiel“, in dem die Offensive zu wenig Erfolg hatte.
Ex-Trainer Lukas Anderer, der nun den HSV II coacht, siegte bei seiner Rückkehr zur alten Wirkungsstätte. Die Fans der beiden Vereine pflegen normalerweise freundschaftliche Beziehungen. Rund 20 Minuten nach dem Abpfiff eskalierte die Situation jedoch im Contidorf hinter der Pappelkurve.
VfB-Vorstandschef Dieter Gudel berichtete nach Rücksprache mit Polizei, Sicherheits- und Rettungsdienst: Einige HSV-Anhänger waren friedlich an der Haupttribüne vorbeigegangen und hatten sich zunächst freundschaftlich mit der Ultragruppierung „UKL“ (Ultra Kollektiv Lübeck) unterhalten. Anschließend trafen sie auf Anhänger der Gruppe „Halunken“.
Aus ungeklärter Ursache kam es zu einem Angriff auf Mitglieder der „Halunken“, was in eine Schlägerei zwischen HSV- und Halunken-Fans mündete. Die „UKL“-Mitglieder beteiligten sich nicht. Mehrere Personen sollen verletzt worden sein, niemand meldete sich jedoch bei Polizei oder Rettungsdienst.
Der mutmaßliche Hintergrund: Vor zwei Wochen sollen „Halunken“-Anhänger HSV-Fans beim Auswärtsspiel bei Hannover 96 II angegriffen haben. Der Freitagsvorfall gilt als Revanche. Der Sicherheitsdienst griff schnell ein und schützte Zuschauer, die Polizei rückte an. Es gab keine Festnahmen.
Die Enttäuschung über die Niederlage ist groß, wie Stimmen aus dem VfB-Lager zeigen.