Im jüngsten Schritt in Frankreichs Bekämpfung gewalttätiger extremistischer Gruppen wurde der rechtsextreme Bloc montpelliérain aus Montpellier am 4. März 2026 vom Ministerrat wegen Förderung von Gewalt, Hass und Diskriminierung aufgelöst. Regierungssprecherin Maud Bregeon kündigte weitere Auflösungen an, die linksextreme und rechtsextreme Gruppen betreffen.
Die Auflösung des Bloc montpelliérain erfolgt im Zuge verschärfter Bemühungen nach dem durch Schläge verursachten Tod des rechtsextremen Aktivisten Quentin Deranque am 14. Februar in Lyon, was eine Untersuchung zur Wiederbelebung der linksextremen Jeune Garde (aufgelöst im Juni 2025) auslöste und das Treffen von Präsident Macron mit Ministern am 24. Februar, um gewalttätige Gruppen im Zusammenhang mit politischen Parteien anzugehen. nnRegierungssprecherin Maud Bregeon bestätigte die Maßnahme, die Monate zuvor vom Innenministerium eingeleitet wurde, und erklärte: »Drei weitere Auflösungen gewalttätiger Gruppen aus dem linken und rechten Extremismus werden folgen.« Das Innenministerium zielt zudem auf fünf lokale Ableger der Jeune Garde ab – gegründet 2018 in Lyon vom Abgeordneten von La France insoumise Raphaël Arnault – sowie auf die rechtsextreme Patria albiges in Albi und eine linksextreme Splittergruppe. Sieben mit der Jeune Garde verbundene Personen sind wegen des Todes von Deranque angeklagt. nnSeit 2017 wurden 49 Gruppen per Dekret aufgelöst, darunter Jeune Garde und Lyon populaire, obwohl einige wie Les Soulèvements de la Terre erfolgreich beim Conseil d’État Berufung eingelegt haben.