Vizepräsidentinnen für Frauenfragen und feministische Bündnisse aus sieben Parteien haben den Kongress dazu aufgerufen, die Debatte über den Gesetzentwurf 'Escucha su corazón' abzulehnen. Sie argumentieren, dass die Initiative Frauen eher unter Druck setzen als informieren würde.
Die für Frauenfragen zuständigen Vizepräsidentinnen und feministischen Bündnisse der Sozialistischen Partei, der Frente Amplio, der Christdemokratischen Partei, der Partei für Demokratie, der Liberalen Partei, der Radikalen Partei und der Kommunistischen Partei veröffentlichten ein Dokument mit dem Titel 'Escuchen a las mujeres'. Darin fordern sie die Achtung des Drei-Kausalitäten-Abkommens im Gesetz 21.030. Der Text besagt, dass der Gesetzentwurf ein freiwilliges Angebot in eine verpflichtende Anforderung umwandeln würde. Dies würde laut Warnungen des Ärztekollegiums und der Weltgesundheitsorganisation die informierte Einwilligung in einen Nötigungsmechanismus verwandeln. Die Gruppen erinnerten daran, dass zwischen 2018 und 2025 insgesamt 6.249 Frauen das Gesetz in Anspruch genommen haben. Sie stellten fest, dass etwa 85 Prozent an ihrer Entscheidung festhielten und dass 40,4 Prozent der Geburtshelfer im öffentlichen Sektor bei der Kausalität Vergewaltigung ihr Gewissensrecht geltend machen. Sie forderten den Staat auf, die vollständige Umsetzung des Gesetzes und einen rechtzeitigen Zugang im ganzen Land zu gewährleisten. Chile brauche keine weiteren Barrieren, schlossen sie.