Der Renaissance-Kandidat Gabriel Attal legte am Donnerstag seine Haushaltsvorschläge für eine mögliche Amtszeit dar, mit dem Ziel, die öffentlichen Finanzen innerhalb von zehn Jahren auszugleichen.
In einem Interview mit Le Parisien skizzierte Gabriel Attal einen Plan, der den Abbau von 100.000 Stellen durch freiwillige Abgänge und die Nichtnachbesetzung einiger Renteneintritte vorsieht. Er betonte, dass die Ministerien für Bildung, Verteidigung, Justiz und Inneres von diesen Maßnahmen ausgenommen blieben.
Attal schlug für seinen ersten Haushalt 2028 ein "Nulljahr" bei den Sozialleistungen vor, wobei er kleine Renten schonen will. Er strebt an, zwei Drittel der Einsparungen im Sozialbereich zu erzielen, ohne die Steuern zu erhöhen, um so Gesamteinsparungen zwischen 120 und 150 Milliarden Euro zu erreichen.
Der Kandidat forderte zudem eine "Null-Toleranz-Politik bei Haushaltsüberschreitungen" und verlangte den verpflichtenden Rücktritt von Ministern und Leitern der Zentralverwaltung bei ungerechtfertigten Ausgabenüberschreitungen. Er grenzte seine Vorschläge von Sparpolitik (Austerität) ab und erklärte, sein Ziel seien Strenge und Seriosität.