GameStop bietet 56 Milliarden US-Dollar für die Übernahme von eBay

GameStop hat offiziell ein Angebot in Höhe von 56 Milliarden US-Dollar für den Kauf von eBay abgegeben, einem Unternehmen, das viermal so groß ist wie der Einzelhändler selbst. CEO Ryan Cohen kündigte das unaufgeforderte Angebot am Sonntagabend an und schlug 125 US-Dollar pro Aktie in einem Deal vor, der zur Hälfte aus Bargeld und zur Hälfte aus Aktien besteht. Ziel des Vorhabens ist es, die Einzelhandelspräsenz von GameStop mit dem Online-Marktplatz von eBay zu kombinieren, während sich der Händler verstärkt auf Sammlerstücke wie Pokémon-Karten ausrichtet.

Gerüchte über ein Interesse von GameStop an eBay kamen Ende letzter Woche auf. Am Sonntagabend vor Marktöffnung formalisierte der Videospielhändler sein Gebot auf 125 US-Dollar pro Aktie, was einen deutlichen Aufschlag gegenüber dem jüngsten Durchschnittskurs von eBay bei etwa 90 US-Dollar darstellt. GameStop-CEO Ryan Cohen bezeichnete die potenzielle Fusion als „perfekte Ergänzung“ und verwies auf Synergien beim Verkauf von gebrauchten Spielen, Retro-Titeln und Sammelkartenspielen wie Pokémon- und Magic: The Gathering-Karten. eBay hatte bereits 2022 TCG Player übernommen, eine bei Sammlern beliebte Plattform für solche Artikel. GameStop meldete zum 31. Januar 2026 Barmittel und liquide Mittel in Höhe von 9,4 Milliarden US-Dollar, gestützt durch Bitcoin-Käufe und Filialschließungen. Der Deal umfasst eine Finanzierung von bis zu 20 Milliarden US-Dollar durch TD Securities, wobei Cohen plant, weitere Aktien auszugeben, um die verbleibende Lücke von 14 Milliarden US-Dollar zu decken. Während eines CNBC-Interviews am Montag wich Cohen Fragen zu Finanzierungsdetails aus und erklärte: „Ich verstehe Ihre Frage nicht. Wir bieten die Hälfte in bar und die Hälfte in Aktien an, und wir haben die Möglichkeit, Aktien auszugeben, um den Deal abzuschließen. Die vollständigen Einzelheiten des Angebots finden Sie jedoch auf unserer Website.“ Er bestätigte, dass es keinen vorherigen Kontakt zu eBay gegeben habe und dass Cohen das fusionierte Unternehmen leiten solle, wobei seine Vergütung an die zukünftige Aktienperformance gekoppelt wäre. Cohen stellt sich Kosteneinsparungen von 2 Milliarden US-Dollar vor und möchte GameStops 1.600 Filialen für einen verbesserten Versand und Authentifizierungsprozess nutzen. Das Board von GameStop unterstützt den Vorschlag einstimmig. Beobachter weisen darauf hin, dass eBay höhere Umsätze durch Transaktionsgebühren erzielt als das Einzelhandelsmodell von GameStop, und ziehen Vergleiche zu Blockbuster, das damals auf Netflix schielte.

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