Neu-Delhi: Nach einem Schreiben von Premierminister Narendra Modi, in dem er um Unterstützung bat, hat die indische Regierung am Dienstag drei Gesetzesentwürfe an die Parlamentarier verteilt, um eine ein Drittel betragende Frauenquote in der Lok Sabha durch eine Neugestaltung der Wahlkreisabgrenzung umzusetzen. Das Paket beinhaltet den Constitution (131st Amendment) Bill 2026, der eine Erhöhung der Lok-Sabha-Sitze auf maximal 850 vorsieht. Die Gesetzesentwürfe werden in einer parlamentarischen Sondersitzung vom 16. bis 18. April behandelt.
Aufbauend auf der Kontaktaufnahme von Premierminister Modi zu Parteiführern Anfang der Woche hat die indische Regierung Gesetzesentwürfe in Umlauf gebracht, um die Wahlkreisabgrenzung zur Operationalisierung des Nari Shakti Vandan Adhiniyam von 2023 zu beschleunigen, welches ein Drittel der Sitze für Frauen (einschließlich SC/ST-Kategorien) auf rotierender Basis reserviert.
Zu den wichtigsten Vorschlägen gehören der Constitution (131st Amendment) Bill 2026, der die maximale Sitzzahl der Lok Sabha von 550 auf 850 erhöht (815 für Bundesstaaten, 35 für Unionsterritorien), sowie der Delimitation Bill 2026, der eine neue Abgrenzungskommission unter der Leitung eines Richters des Supreme Court einsetzt, die Daten der Volkszählung von 2011 verwendet. Justizminister Arjun Ram Meghwal merkte an, dass der derzeitige Einfrierungsstatus der Volkszählung von 1971 die Teilhabe von Frauen angesichts der Bevölkerungsverschiebungen verzögere.
Die Verbündeten der NDA unterstützten den Vorstoß weitgehend: N. Vijay Kumar von der TDP bezeichnete die Wahlkreisabgrenzung als 'längst überfällig' für Andhra Pradesh; Eknath Shinde von der Shiv Sena sicherte dem Premierminister 'volle Unterstützung' zu. Einige Führungskräfte der TDP und JD(U) wiesen auf Unklarheiten hin, etwa bezüglich der Referenz der Volkszählung und der Rotationsregelung für die Sitze.
Führungspersönlichkeiten aus dem Süden äußerten Bedenken hinsichtlich der Sitzgewinne des Nordens: Der Chief Minister von Tamil Nadu, M. K. Stalin, warnte vor einem Machtungleichgewicht und Protesten; der Chief Minister von Telangana, Revanth Reddy, drängte auf Konsultationen und eine Quote für die bestehenden 543 Sitze. Abhishek Singhvi von der Kongresspartei bezeichnete die Gesetzesentwürfe als 'voller Fehler'. Dies spiegelt frühere Bedenken der Opposition hinsichtlich des föderalen Gleichgewichts wider, die bereits von der CPI(M) und der CPI vor der Sitzung geäußert wurden.