Die kolumbianische Regierung hat eine Schuldenquote von 152,25 Billionen Dollar festgelegt, um einen Teil des Allgemeinen Nationalhaushalts 2026 zu finanzieren, gemäß einem Dekret des Finanzministeriums. Dieser Betrag, niedriger als 2025, entspricht vier Prozentpunkten des BIP und wird zwischen Staatsanleihen und temporären Operationen aufgeteilt.
Die kolumbianische Regierung hat ein Dekret veröffentlicht, das die Schuldenobergrenze für 2026 auf 152,25 Billionen Dollar festlegt, um Haushaltsverpflichtungen zu decken. Davon fallen 85,25 Billionen auf B-Staatsanleihen (TES), während 67 Billionen den temporären Schatzoperationen (TCO) zukommen. Diese Quote ist niedriger als die zu Beginn von 2025 ausgegebene und entspricht vier Prozentpunkten des BIP im Vergleich zu fünf Prozentpunkten im Vorjahr, so Ökonom Alejandro Rojas von der Banco de Bogotá.
Rojas merkte an, dass die TES-Quote trotz Moderation auf historischen Höchstständen bleibt und die TCO die zweithöchste im Land ist, nur von denen während der Covid-19-Pandemie übertroffen. „Se modera el de TES pero sigue en máximos, el de los TCO es el segundo cupo más alto de la historia del país, pues sigue siendo un cupo atípico pese a su moderación en la participación del PIB“, sagte er. Das Dekret umfasst thematische Anleihen wie grüne, soziale, nachhaltige und blaue, die in den Haushalt integriert sind.
Die Emission von TES-Anleihen beginnt das Jahr mit Renditen über 11 %, beeinflusst durch fiskalische Risiken und die wirtschaftliche Lage. Die Quote könnte 2026 nach oben angepasst werden, je nach Einnahmeausfällen, wie 2025. Der Autonome Ausschuss für die Fiskalregel (Carf) schätzt zusätzliche Finanzierungsbedarfe zwischen 46 und 48 Billionen Dollar, unter Berücksichtigung eines Defizits von 30 Billionen und Ausgabenüberschreitungen von 16 bis 18 Billionen.
Bezüglich der TCO warnte Rojas, dass deren Nutzung über temporäre Operationen hinausgeht und Swaps für langfristige Schulden erlaubt, was fiskalische Druck erzeugt. Dies beeinträchtigt die Gesundheit der öffentlichen Finanzen, getrieben durch hohe Ausgaben und unzureichende Steuereinnahmen, was zu weiteren Auslandsanleihen führen könnte.