Die Weltgesundheitsorganisation bestätigt fünf Hantavirus-Fälle nach dem Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius. Drei Menschen sind verstorben, doch das Risiko einer weiteren Ausbreitung in der Gesellschaft wird als gering eingeschätzt.
Der Ausbruch auf der MV Hondius hat zu fünf bestätigten Hantavirus-Fällen und drei Todesfällen bei acht Verdachtsfällen geführt. Das Schiff legte am 20. März in Ushuaia, Argentinien, mit Passagieren aus 28 Ländern ab, darunter auch ein Schwede.
WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus und die Epidemiologin Maria Van Kerkhove betonten während einer Pressekonferenz, dass sich das Virus völlig anders verbreite als Covid-19. „Das ist nicht Covid, es ist nicht Influenza“, sagte Van Kerkhove.
Professor Jonas Klingström von der Universität Linköping schätzt das Pandemierisiko als „sehr gering“ ein, da eine Übertragung von Mensch zu Mensch sehr selten sei. Das Schiff wird am Samstag auf Teneriffa zur Evakuierung der verbleibenden Passagiere erwartet.
Sozialminister Jakob Forssmed erklärt, dass die Regierung die Entwicklungen genau verfolge und die Gesundheitsbehörde die Einschätzung der WHO hinsichtlich eines geringen Risikos für die Gemeinschaft teile. Ein Flugbegleiter in den Niederlanden wurde nach Kontakt mit einer infizierten Person mit milden Symptomen isoliert.