Die französischen Behörden halten am Sonntag im Matignon ein Treffen zur Hantavirus-Lage ab, während die MV Hondius in den Kanaren erwartet wird. Die fünf französischen Passagiere werden repatriiert und sechs Wochen lang überwacht.
Das Kreuzfahrtschiff MV Hondius, auf dem acht Fälle, darunter drei Todesfälle, gemeldet wurden, soll zwischen 3 und 5 Uhr GMT am Sonntag auf den Kanarischen Inseln eintreffen. Die Passagiere, die von der WHO als Hochrisikokontakte eingestuft wurden, werden gegen 8 Uhr Ortszeit von Bord gehen, bevor sie per Flugzeug repatriiert werden.
Sébastien Lecornu wird am Sonntagnachmittag im Matignon ein Treffen mit Gesundheitsministerin Stéphanie Rist, Innenminister Laurent Nuñez und weiteren Beamten einberufen, um sich über die Lage zu informieren. Die fünf französischen Passagiere an Bord werden am Institut Pasteur getestet und anschließend sechs Wochen lang zu Hause isoliert.
WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus überwacht den Einsatz auf Teneriffa, wo das Risiko für die lokale Bevölkerung als gering eingestuft wird. Britische Passagiere werden in einem Krankenhaus in der Nähe von Liverpool unter Quarantäne gestellt.