Die Weltgesundheitsorganisation teilte am Freitag mit, dass das Risiko einer Ausbreitung des Hantavirus nach den gemeldeten Fällen auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius äußerst gering bleibe. Drei Passagiere sind verstorben und mehrere weitere wurden infiziert. Das Schiff befindet sich derzeit auf dem Weg nach Teneriffa.
Die WHO bemühte sich, die Öffentlichkeit zu beruhigen. Sprecher Christian Lindmeier erklärte Reportern in Genf, dass das Virus nur für die infizierte Person gefährlich sei und sich nicht leicht verbreite. Er gab an, dass das Risiko für die breite Bevölkerung „absolut gering“ sei und es sich bei der Situation „nicht um ein neues Covid“ handele. Die MV Hondius, betrieben von Oceanwide Expeditions, lief am 1. April im argentinischen Ushuaia aus. Die Zählung vom Donnerstag listete fünf bestätigte Fälle und drei Verdachtsfälle auf. Das Schiff soll am Sonntag auf Teneriffa auf den Kanarischen Inseln eintreffen. Kontaktpersonen wurden negativ getestet, darunter ein Flugbegleiter der KLM und der Partner eines in Zürich hospitalisierten Schweizer Passagiers. In Großbritannien meldete die UKHSA einen dritten Verdachtsfall bei einem britischen Staatsbürger auf Tristan da Cunha, wo das Schiff Ende April einen Zwischenstopp eingelegt hatte. Personen in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz und Südafrika stehen unter Beobachtung.