Zwei französische Passagiere an Bord der MV Hondius beschrieben ihren weitgehend normalen Alltag auf dem Schiff, das unter internationalem Gesundheitsalarm steht, nachdem seit dem 11. April drei Todesfälle gemeldet wurden.
Julia und Roland Seitre, zwei der fünf französischen Passagiere an Bord der MV Hondius, erklärten in einem an die AFP gesandten Kommuniqué, dass "keine Panik an Bord" herrsche und für sie sowie die anderen Passagiere alles in Ordnung sei.
Sie erläuterten, dass die Empfehlungen beinhalten, in den Kabinen zu bleiben, große Menschenansammlungen zu vermeiden und Sicherheitsabstände bei den Mahlzeiten einzuhalten. Das Ehepaar aus Indre-et-Loire merkte an, dass die Kreuzfahrt, die von Ushuaia in Argentinien zum Kapverdischen Archipel führte, weder eine Luxus- noch eine klassische Reise gewesen sei, sondern ein hohes Durchschnittsalter aufweise und von Passagieren geprägt sei, die sich leidenschaftlich für Ornithologie oder Botanik interessierten.
Das Schiff, das seit dem letzten Wochenende unter Alarm steht, nachdem der WHO drei vermutete Hantavirus-Todesfälle gemeldet wurden, wird am Sonntag in Teneriffa erwartet, wo für Anfang nächster Woche eine Evakuierung geplant ist. Die Seitres lobten das Engagement der Besatzung und des Schiffsarztes und betonten gleichzeitig, dass es sich um einen begrenzten Cluster und nicht um eine Epidemie handele.