Das Gesundheitsministerium hat die Impfungen mit dem Impfstoff des Butantan-Instituts vorübergehend ausgesetzt, nachdem 42 Fälle schwerwiegender Nebenwirkungen registriert wurden, darunter drei schwere Verläufe und zwei Todesfälle, die derzeit untersucht werden.
Die präventive Aussetzung wurde am Montag (8.6.) angekündigt und tritt ab Dienstag (9.6.) in Kraft. Landesweit wurden bereits rund 500.000 Dosen verabreicht, wobei medizinisches Fachpersonal der Primärversorgung priorisiert wurde. Zu den untersuchten Fällen zählen eine 39-jährige Frau, die an schwerem Dengue erkrankte und wieder entlassen wurde, sowie zwei Todesfälle: eine 48-jährige Frau mit neurologischen Komplikationen und ein 58-jähriger Mann mit refraktärem Schock. Alle Betroffenen waren im Gesundheitswesen tätig. Minister Alexandre Padilha erklärte, dass bisher kein kausaler Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und den Vorfällen nachgewiesen wurde. Personen, die in den letzten 21 Tagen geimpft wurden, sollten bei Symptomen wie Fieber, starken Bauchschmerzen oder Blutungen eine medizinische Einrichtung aufsuchen. Im Bundesdistrikt wurden etwa 4.050 der erhaltenen 6.320 Dosen verabreicht. Die Maßnahme betrifft nicht den Takeda-Impfstoff, der bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt wird.