Das israelische Außenministerium dankte Mexiko am 7. November 2025 dafür, ein vom Iran gesteuertes Terrornetzwerk zerschlagen zu haben, das einen Anschlag auf seinen Botschafter in Mexiko, Einat Kranz-Neiger, plante. Der Plan, der im Sommer 2025 vereitelt wurde, wurde von der Einheit 11000 des Islamischen Revolutionsgarden orchestriert. Der iranische Botschafter in Mexiko wies jede Beteiligung zurück und nannte es eine Lüge, die darauf abziele, die bilateralen Beziehungen zu schädigen.
Der angebliche Attentatsplan gegen Einat Kranz-Neiger, die israelische Botschafterin in Mexiko, begann Ende 2024 und war in der ersten Hälfte 2025 aktiv, so Berichte von Axios, die von israelischen Medien zitiert wurden. Die Operation wurde von der Einheit 11000 geleitet, einer hochrangigen Geheimzelle innerhalb der Quds-Einheit der Islamischen Revolutionsgarden unter dem Kommando von Sardar Ammar. Der Mossad hat diese Einheit als verantwortlich für globale Terroraktivitäten gegen israelische und jüdische Ziele identifiziert, einschließlich Anschläge in Australien und Griechenland 2024 sowie eines Falls in Dänemark im Juni 2025. US-Beamte bezeichneten den Plan als Beweis für das „umfangreiche Netzwerk“ des Iran in Lateinamerika, das Agenten aus der iranischen Botschaft in Venezuela rekrutiert.
Das israelische Außenministerium veröffentlichte am 7. November 2025 eine Erklärung, in der es den mexikanischen Sicherheitsdiensten für die Vereitelung des Angriffs im Sommer und die Zerschlagung des Netzwerks dankte. „Unsere Sicherheits- und Nachrichtendienste werden weiterhin unermüdlich mit Behörden weltweit zusammenarbeiten, um Terrorbedrohungen aus dem Iran und seinen Verbündeten zu vereiteln“, hieß es darin.
Der iranische Botschafter in Mexiko, Abolfazl Pasandideh, wies die Beteiligung des Iran kategorisch zurück. „Es ist eine Lüge, um die Gesellschaft zu verwirren und die Beziehungen zwischen Mexiko und dem Iran zu belasten“, betonte er und verwies auf eine gemeinsame Erklärung der mexikanischen Außen- und Sicherheitsministerien, die keine Informationen über einen Angriff gefunden hatten. Pasandideh hob die starken bilateralen Beziehungen hervor: „Unsere Beziehung zu Mexiko ist eine bilaterale Freundschaft ohne Herausforderungen, und wir möchten, dass diese Beziehung in kommerziellen Bereichen weiter wächst.“ Er erwähnte ein kürzliches Treffen mit der Präsidentin des mexikanischen Senats, Laura Itzel Castillo, als Beweis für die Freundschaft. Er verband die Erzählung mit politischen Motiven im Zusammenhang mit pro-palästinensischen Protesten in Mexiko und der WM 2026 und vermutete, dass sie Angst vor iranischen Touristen schüren soll.
Der Vorfall unterstreicht die Spannungen zwischen Iran und Israel, wobei Mexiko in das diplomatische Kreuzfeuer gerät.