Nicht essenzielles diplomatisches Personal der französischen Botschaft in Teheran hat den Iran aufgrund der Unruhen im Land verlassen. Dieses Personal reiste in zwei Wellen am Sonntag und Montag mit kommerziellen Flügen ab, berichteten informierte Quellen. Die Botschaft bleibt geöffnet und funktionsfähig, mit dem Botschafter vor Ort.
Nicht essenzielles diplomatisches Personal der französischen Botschaft in Teheran hat iranisches Territorium aufgrund der aktuellen Unruhen verlassen, erfuhr AFP am Montagabend aus zwei informierten Quellen. Dieses Personal wurde in zwei Wellen am Sonntag und Montag über kommerzielle Flüge evakuiert, ohne dass die Zahl genannt wurde. Das Außenministerium erklärte, dass 'das Format der Botschaft umgestaltet wurde, um ihre Aufgaben im lokalen Kontext erfüllen zu können'. Der Schutz der Agenten und französischer Staatsangehöriger bleibt Priorität. Normalerweise hat die Botschaft rund 30 Expatriates und mehrere Dutzend lokales Personal. 'Unsere Botschaft ist offen und funktionsfähig. Der Botschafter ist mit dem Team vor Ort. Wir bieten die unseren Landsleuten in Iran benötigten Dienste', fügte das Ministerium hinzu. Dieser Abzug erfolgt inmitten einer Volksprotestbewegung im Iran seit Ende Dezember. Ausgelöst am 28. Dezember in Teheran von Händlern gegen die Lebenshaltungskosten, hat sie sich auf arme westliche Regionen ausgebreitet und richtet sich nun gegen die von Ayatollah Ali Khamenei geführte Macht. Es handelt sich um die bedeutendste seit den Protesten nach dem Tod von Mahsa Amini im September 2022. Die Niederschlagung hat seitdem über 600 Tote gefordert, nach Angaben einer NGO. In Paris verurteilte Emmanuel Macron die 'Staatgewalt' gegen die Demonstranten. London verurteilte die 'schreckliche' Repression, und die EU erwägt neue, härtere Sanktionen. Iranische Behörden organisieren regimetreue Kundgebungen, wie Tausende auf dem Revolution Square in Teheran, aufgerufen vom Präsidenten Massoud Pezeshkian. Europa zeigt Zurückhaltung, Frankreich besonders zurückhaltend in seinen Worten wegen zwei in Teheran festgehaltener Geiseln sowie anderer geopolitischer Gründe.