Italienische Industrie- und Finanzunternehmen stehen für die Ausschreibung des 12,5-Milliarden-Dollar-Projekts für den internationalen Flughafen Bishoftu bereit. Die äthiopischen Behörden haben die offizielle Ausschreibung noch nicht veröffentlicht. Italienische Vertreter geben an, dass die technischen und finanziellen Vorbereitungen abgeschlossen sind.
Italienische Unternehmen haben ihre technischen und finanziellen Vorbereitungen abgeschlossen, um sich um das Projekt für den internationalen Flughafen Bishoftu zu bewerben. Die Initiative mit einem Volumen von 12,5 Milliarden Dollar umfasst die Flughafeninfrastruktur, den Bau des Hauptterminals sowie integrierte Logistikzonen. Die italienischen Institutionen SACE und Cassa Depositi e Prestiti (CDP) haben die notwendige finanzielle Unterstützung sichergestellt.
Claudio Pasqualucci, Handelskommissar an der italienischen Botschaft in Addis Abeba, erklärte: „Der Beginn der Arbeiten hängt vollständig von den äthiopischen Behörden ab.“ Er betonte, dass italienische Firmen integrierte Finanzierungs- und Ingenieurlösungen anbieten, was Äthiopiens Budgetzwänge verringere. „Wir sind alle aktiv und in Wartestellung“, fügte Pasqualucci hinzu.
Das Projekt wird in mehrere technische Sektoren unterteilt, um die lokale und internationale Beteiligung am Bau der Start- und Landebahnen, an Terminalsytemen und in der Logistik zu ermöglichen. Die Entwurfsarbeiten stehen kurz vor dem Abschluss, während die Behörden die Hauptauftragnehmer bestimmen. Ein hochrangiger Dialog am 18. März 2026 in Rom zwischen dem äthiopischen Finanzminister Ahmed Shide und der italienischen Mattei-Plan-Taskforce befasste sich mit der Finanzierung von Bishoftu.
Dieses Flughafenprojekt steht im Einklang mit Italiens Mattei-Plan für die Infrastrukturkooperation in Afrika. Der bilaterale Handel erreichte im Jahr 2025 450 Millionen Euro, wobei erwartet wird, dass er sich innerhalb von drei Jahren verdoppelt.