Neue Daten zeigen, dass das Stellenangebot für Young Professionals – Hochschulabsolventen mit maximal drei Jahren Berufserfahrung – seit 2022 um 30 Prozent zurückgegangen ist. Besonders betroffen sind die Branchen IT, Beratung und Logistik. Die Arbeitslosenquote unter Akademikern liegt erstmals seit 2007 über drei Prozent.
In Deutschland hat sich die Situation am Arbeitsmarkt für Akademiker verschlechtert. Lange Zeit lag die Arbeitslosenquote bei Hochschulabsolventen unter drei Prozent, was Ökonomen als Vollbeschäftigung bezeichneten. Im vergangenen Jahr überschritt sie erstmals seit 2007 die Drei-Prozent-Marke und stieg stärker als im Bevölkerungsdurchschnitt.
Eine aktuelle Auswertung von Index Research, exklusiv der WirtschaftsWoche vorliegend, analysierte Stellenanzeigen in Jobportalen, Printmedien und auf Firmenwebseiten. Zwischen 2022 und 2025 sank die Zahl der Stellen für Young Professionals um 30 Prozent. Im ersten Quartal 2026 gab es im Vergleich zum Vorjahr 27 Prozent weniger Ausschreibungen für Junior-Positionen, Traineestellen oder Volontariate.
Besonders stark betroffen sind die Branchen IT, Beratung und Logistik. Nur wenige Berufsgruppen verzeichnen noch Wachstum. Young Professionals stehen damit vor Herausforderungen, obwohl sie im Vergleich zu Nicht-Akademikern weiterhin besser dastehen.